Montag, 8. Oktober 2018

Als "Greenhorn" in den Bergen

Blick auf den Spiegelsee von der Bergstation Fulseck  Foto © U. Smigalski

*Werbung ohne Entgeld wegen Orts- und Namensnennung

Eine Fahrt mit der Bergbahn in die Berge liegt bei mir schon lange zurück. Sehr lange - mehr als 4 Jahrzehnte. Obwohl sich in dieser Zeit bei mir zumindest eine leichte Höhenangst eingeschlichen hat, war es mein Wunsch mir gewisse Dinge beim nächsten Besuch im Gasteiner Tal mal anzusehen. Was man da so an geeignetem Equipment im Gepäck haben sollte, darüber habe ich bzw. wir uns nicht so wirklich Gedanken gemacht. Und daher natürlich auch "Google" erst dann befragt, als die ersten Fehler schon gemacht waren.


Am Spiegelsee Foto © U. Smigalski 

Als "Greenhorn" in den Bergen ist es zunächst einmal sowieso eine blöde Idee "mal eben" auf einen Gipfel zu fahren um sich gewisse Dinge anzuschauen. Und als untrainierter Mensch eigentlich erst recht. Am besten kommt man da auch gar nicht auf die Idee sich an den auf den Hinweisschildern angegebenen Auf- und Abstiegszeiten zu orientieren.

Die Fahrt in einem Kabinenlift zur Bergstation Fulseck war trotz Höhenangst relativ unproblematisch. Der Abstieg zum Spiegelsee dagegen schon eine kleine Herausforderung, denn es ging stetig bergab. Der mitgenommene Nordic Walking Schuh war dafür einigermaßen gut geeignet, besser wäre allerdings wahrscheinlich ein halbhoher Bergschuh gewesen. Nach dem Spaziergang um den Spiegelsee war meine Idee wieder zur Bergstation aufzusteigen, um mit dem Lift zurück ins Tal zu fahren. Göga war da allerdings anderer Meinung: Es sei doch viel näher zur Zwischenstation und man brauche ja laut Wegweiser auch nur 50 Minuten. Von wegen - ein Abstieg ist viel anstrengender als ein Aufstieg und aus den ausgewiesenen 50 Minuten wurden bei uns locker 2 Stunden. Wobei der Hund noch viel schneller war als wir (weil an der Leine war auch unser Tempo vermutlich schneller als es sonst gewesen wäre). Das Wetter war wunderschön, damit wahrscheinlich allerdings nicht das optimalste für eine Bergwanderung, zumindest nicht in der Mittagszeit. Auch wenn ich schon fast nicht mehr daran geglaubt habe, irgendwann kamen wir dann doch an der Mittelstation an. Sogar noch zeitig genug um uns dort einen Eiskaffee zu gönnen ohne das wir Gefahr liefen, die letzte Bahn ins Tal zu verpassen.

Für den Ausblick haben sich die Strapazen gelohnt Foto © U. Smigalski

Da Seilbahnfahrten mit einer Kombikarte günstiger waren, haben wir eine gekauft mit der es am nächsten Tag trotz heftigem Muskelkater gleich auf den nächsten Berg ging. Diesmal allerdings mit einem Sessellift. Der Hund fand die Fahrt eindeutig entspannter als in der Kabine. Die Auffahrt konnte ich trotz Höhenangst noch einigermaßen genießen. Weil ich so gerne zum Zirbenweg wollte, ging kein Weg daran vorbei, mit dem Sessellift nach oben zu fahren. Und auch die Talfahrt habe ich unbeschadet überlebt. Der Duft nach den Zirben und der Ausblick ins Tal waren einmalig. Manchmal lohnt sich der Versuch für ein gesetztes Ziel über seinen Schatten zu springen eben doch 😊.


Ausblick vom Zirbenweg ins Tal Foto © U. Smigalski

Das Wetter war auch an diesem Tag wunderschön. Es war sogar noch wärmer als am Tag davor. Göga hat an dem Tag seine Bergwanderstiefel getragen und darin eindeutig mehr Halt gehabt als Tags zuvor in seinen ganz normalen Turnschuhen. Was wir aus den beiden Ausflügen in die Bergwelt gelernt haben: es ist möglich mit einem minimalen Equipment einen solchen Ausflug zu machen. Mit der entsprechenden Outdoor- oder Trekkingausrüstung ist es ganz sicher bequemer.


Herrlicher Blick auf Bäume und Berge am Zirbenweg Foto © U. Smigalski

Unsere Minimalausrüstung bestand aus:

  • Rucksack
  • Wander- oder Nordic Walking Schuhen
  • Karte
  • Sportshirt
  • Trinkflasche
  • Kappe als Kopfbedeckung
  • Ausflugskarte
  • Handy

Minimalausrüstung für einen Ausflug in die Berge



Eine komfortable Ausrüstung für eine Bergtour beinhaltet folgendes:
  • gutes Schuhwerk (möglichst Bergschuhe für besseren Halt)
  • Sportshirt und ein weiteres als Wechselkleidung im Rucksack
  • Trekking- oder Outdoorhose im Sommer möglichst mit einem Zippsystem das die Hose kürzt oder verlängert
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • eine Regenjacke
  • einen Rucksack mit ausreichend Stauraum für die benötigten Utensilien
  • eine weitere Hose als Wechselkleidung
  • eine detaillierte Ausflugskarte
  • Proviant
  • eine Trinkflasche in der sich die Getränke nicht durch die Sonne erwärmen
  • Wanderstöcke
  • Handy
  • Blasenpflaster
  • kleine Erste Hilfe Ausstattung für Wandertouren
  • leichte Kopfbedeckung unter der man nicht so sehr schwitzt

Noch professioneller ist es zusätzlich ein Taschenmesser und eine Taschenlampe mitzunehmen.

Zum Thema Wanderstöcke möchte ich hier noch kurz etwas anmerken: In vielen Köpfen schwirrt die Idee, das Wanderstöcke nur etwas für alte Leute sind. Aus unserer Erfahrung und vielen Gesprächen, die wir mit Leuten dort in den Bergen geführt haben, ist das vollkommener Quatsch. Wanderstöcke wären uns sowohl beim Abstieg als auch auf den ziemlich verwurzelten Wegen auf dem Zirbenweg eine gute Unterstützung gewesen. Bedauerlicherweise haben wir uns beide Male entschieden unsere Nordic Walking Stöcke im Auto zu lassen. Das war ein Fehler. Die Nordic Walking Stöcke wären zwar vielleicht nicht die optimalste Unterstützung gewesen, aber immer noch besser als gar keine.

Seit Ihr auch "Greenhorn" in den Bergen oder schon eher Profimäßig unterwegs?

Kommentare:

  1. Liebe Ursula, das sind herrliche Ausblicke. Die Berge sind schon tükisch manchmal und ein Abstieg kann es echt fürchterlich in sich haben. Ich besitze gute Wanderschuhe und Stöcke. Das sind meine beiden Anschaffungen damals zum Wandern gewesen, die ich nicht missen möchte.
    Liebe Grüße Tina

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    1. Das du die guten Wanderschuhe und Stöcke nicht missen möchtest, glaube ich dir gerne liebe Tina. Für den nächsten Urlaub in den Bergen stehen Wanderstöcke auf meiner Anschaffungsliste. Ohne muss ich nicht noch einmal unbedingt in den Bergen rumkrabbeln. Der nächste Urlaub ist jetzt allerdings erst mal an der See geplant.
      Liebe Grüße Ursula

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  2. Ich liebe solche Ausblicke, die sind wunderschön! Und wenn ich mir den Zirbenweg so ansehe, komme ich tatsächlich in Versuchung, es Euch nachzutun.
    Euer Hund fährt Sessellift? Irre. Ich glaube, meiner würde sich eher umbringen als in so ein Ding zu hüpfen. Macht aber nix, ich würde damit auch nicht fahren - so weit über meinen Schatten kann ich nicht springen ;-)
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Der Hund gibt im Sessellift auf dem Schoß mehr Ruhe als im Kabinenlift liebe Fran. Das liegt daran, das im Kabinenlift eine deutlich höhere Geräuschkulisse vorhanden ist. Mit dem Sessellift nach oben zu fahren, geht ja noch. Runter war eindeutig die größere Herausforderung :). Liebe Grüße Ursula

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  3. Danke, dass Du als Greenhorn Deine Erfahrungen mit uns teilst. Als Küstenkind des Flachlandes wäre ich in den Bergen bestimmt aufgeschmissen. Schöne Landschaftsaufnahmen.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Zumindest ist die Planung einer solchen Tour nicht ganz so einfach, wie ein Besuch an der Küste liebe Sabine. Danke, es hat mich sehr gefreut, das die Landschaftsaufnahmen auch mit einer "kleinen" Kamera ohne viel Schnick-Schnack so gut geworden sind. Liebe Grüße Ursula

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  4. WOW Du warst aber ganz schön flott unterwegs!Respekt! Ich bin leider ein absolutes Greenhorn, was das Wandern betrifft!
    Schöne Landschaften und Naturbilder! Die herrlichen Ausblicke von oben ist mit Sicherheit ein besonderes Highlight! Genial!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Normalerweise gehöre ich auch eher zur Fraktion Couchpotatoe liebe Claudia. Aber wenn man schon mal oben ist, geht es nicht ohne laufen. Beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall anders planen und auch besser ausgerüstet sein für eine Wanderung. Liebe Grüße Ursula

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  5. Ich war noch NIE in den Bergen, wobei das so lange auf meiner Travelbucketlist ist. Ich wäre so gerne dort, die Natur sieht so toll aus und wow, du schienst wirklich flott utnerwegs gewesen zu sein. Mit dir könnte ich nicht mithalten :)
    Danke für die tollen Landschaft- und Naturbilder, wundervoll.

    schau dir gerne meinen BLOG an und mein Instagram-Profil wenn du magst, schau dir auch gerne mein Katzen Video an.

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    1. Wir waren in einem eher gemäßigtem Tempo unterwegs liebe Amely rose. Bei der Wärme wäre es vollkommen verrückt gewesen, schnell durch die Gegend zu laufen. Die Natur dort ist wirklich toll und eine Reise ins Gasteiner Tal lohnt sich deshalb sehr. Zudem ist die Fahrzeit von hier mit um die 3 Stunden nicht ganz so lang. Liebe Grüße Ursula

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  6. Verbandszeug incl. Band zum Abbinden sind zusammen mit Blasenpflaster und Sonnencreme plus Schoki IMMER in meinem Wimmerl. Allerdings halte ich mich in aller Regel nur zum Skifahren in den Bergen auf. Aber klar. Je nach Schneelage und Temperatur variieren hier die Kleidung und Kopfbedeckungen.
    Wanderstiefel habe ich auch keine. Aber stabile, knöchelhohe Turnschuhe mit passender Sohle.
    Und ja. Ein 2. Shirt ist sicher keine dumme Idee.
    Aber für mich gar niemals nie so ein Funktionszeug. Ihhhh. Nur BW. Shirt und Sweatjacke.
    Danke trotzdem für Deine sicher sinnvollen Hinweise. LG Sunny
    Die 100 x lieber runter als rauf geht.

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    1. Eigentlich bin ich auch nicht unbedingt ein Freund von diesem Funktionszeugs liebe Sunny. Allerdings ist es ohne Wechselkleidung im Funktionszeugs das den Schweiß vom Körper zieht 100 mal besser auszuhalten als im pitschnass am Körper anliegenden Baumwollshirt. Zum lieber runter als rauf kann ich gerade nix sagen. Habe ja bisher nur die eine Variante kennengelernt :). LG Ursula

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  7. Ui, da bist Du ja ausgerüstet wie ein Profi! Messner kann einpacken ;-) Und welch schöner Ausblick! Wunderschön. Ich geh gerne Wandern, vergesse aber jedesmal etwas. Einen Unfall sollte ich besser vermeiden, ich würde sofort verbluten und/oder verdursten :-)))
    Jedenfalls hat sich die Fahrt mir der Seilbahn ja gelohnt - ich bekomme auch einen Koller in den Dingern, fahre aber trotzdem. Helft ja nix.
    Liebe Grüße und Danke für diese tolle Berglandschaft! Maren

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    1. Die Eindrücke von der Berglandschaft habe ich gerne geteilt liebe Maren. Noch hapert es an der Ausrüstung, allerdings wird da vor der nächsten Bergtour noch ordentlich aufgestockt. Für Messner ist das wahrscheinlich ein "Mini-Berg" und entsprechend spartanisch würde er dort sicher unterwegs sein ;). Der Kabinenlift geht ja noch einigermaßen. Sesselliftfahrten brauche ich jetzt nicht unbedingt 4 mal am Tag. Gut das ich mit Ski fahren nix am Hut hab :). Liebe Grüße Ursula

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  8. Wir fahren gerne in die Berge, aber sind da doch eher als Greenhörner unterwegs. An Ausrüstung nehmen wir so gut wie gar nichts mit. Und zudem habe ich im Laufe der Jahre auch eine leichte Höhenangst entwickelt, die ich jetzt versuche in einer Kletterhalle zu bekämpfen, was aber nicht immer gelingt.
    Ich wünsche Dir noch eine schöne Restwoche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. So eine Kletterhalle ist ja auch eine ganz schöne Herausforderung lieber Wolfgang. Da ist sicher noch ein Stück mehr an Konzentration gefragt als bei leichten Bergtouren. Ich wünsche dir viele positive Erfahrungen in der Kletterhalle. Liebe Grüße Ursula

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  9. Eine wunderbare Aussicht konntet Ihr genießen, liebe Ursula! Das hat sicher für manche Strapaze entschädigt. Ich bin allerdings lieber im Flachland oder bestenfalls im hügeligen Bergland unterwegs. Steil abfallende Felsen, Wege über einen Kamm und steinige Serpentinen sind mir ein Greuel. Ich fahre lieber mit der Seilbahn rauf und runter und wandere im Tal. Einen Wanderstock werde ich mir trotzdem demnächst zulegen.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Auch wenn ich bei den Wanderungen so manches Mal innerlich geflucht habe, so entschädigt die wunderbare Aussicht wirklich vieles liebe Sabine. Bei der Wärme im hügeligen Bergland oder Flachland unterwegs zu sein, ist eindeutig wesentlich angenehmer. Den Zirbenweg würde ich trotz der Fahrt mit dem Sessellift mit dem entsprechenden Equipment noch einmal gehen wollen, weil es einfach so entspannend war, die Bäume und deren Duft zu genießen. Liebe Grüße Ursula

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