Montag, 15. Oktober 2018

Vernetzt in einen wunderschönen Herbst

Kunst und Kürbis Foto © U. Smigalski

*Werbung wegen Verlinkung

Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Thema hier im Blog überhaupt aufgreifen soll, weil es doch sehr persönlich ist. Da es überraschend viele Betroffenen gibt, die ganz unterschiedliche Erfahrungen machen, möchte ich heute darüber informieren.

Vor einiger Zeit wurde bei mir eher durch Zufall eine *Rektusdiastase diagnostiziert und es bestand der Verdacht auf einen Bauchwandbruch. Vorher bin ich eine ganze Weile damit durch die Gegend gelaufen. In gesundheitlicher Hinsicht fand ich einige Dinge zwar komisch, habe sie aber auf das Gewicht zurück geführt, das ich in den letzten Jahren zugelegt habe. Mein Hausarzt war da etwas anderer Meinung und schickte mich zur genaueren Diagnose zum Chirurgen, um abzuklären ob bald eine Operation nötig wäre. Ich war vollkommen entsetzt und erklärte ihm, das eine Operation für mich überhaupt nicht in Frage käme. Bevor ich fortfahre, ist es mir wichtig zu erklären, warum ich mich überhaupt dazu entschlossen habe, hier darüber zu schreiben:

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 350.000 Operationen aufgrund von Weichteilbrüchen durchgeführt. Dazu zählen unter anderem Nabel-, Narben- und Leistenbrüche. Dies ist eine relativ große Zahl und wie ich selbst festgestellt habe, kann es theoretisch jeden treffen. Davon gehört zu haben und informiert zu sein, ist gut und wichtig, damit man die Möglichkeit hat, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen.

Weshalb rät man bei Hernien (das ist der medizinische Fachbegriff für diese Art von Brüchen) überhaupt zur Operation? Oder besser gesagt, weshalb habe ich mich trotz anfänglichem Widerstand dann doch relativ schnell zur Operation entschlossen? Wie schon beschrieben, war es ja lange Zeit so, das meine Beschwerden relativ unspezifisch waren und mich nicht unbedingt veranlasst haben zum Arzt zu gehen. Bei Hernien kann das allerdings durchaus auch gefährlich werden, da sich im Bruch Organteile (hauptsächlich vom Darm) einklemmen können. Dadurch kann dann eine Notoperation unabdingbar sein, weil dies eine lebensbedrohliche Situation darstellt. Mit der Zeit vergrößert sich die Bruchstelle und die Gefahr einer Einklemmung erhöht sich entsprechend.


Spaziergang mit dem Hund bei Bilderbuchwetter im Oktober Foto © U. Smigalski

Vielleicht fragt ihr euch inzwischen längst was denn eigentlich der Posttitel mit dem Inhalt zu tun hat. Nun, einige Patienten werden bei der Operation der Hernie mit einem Netz versorgt um einem Rezidiv (Wiederholungsbruch) vorzubeugen. Ein solches Netz wurde mir bei der Operation eingesetzt und daher laufe ich seit einiger Zeit vernetzt durch die Gegend 😉.

Wie kann sich so ein Bruch bemerkbar machen? Zunächst einmal fand ich es irgendwie schon komisch, dass egal in welcher Form ich mich sportlich betätigte, mir ziemlich schnell ziemlich übel wurde. Und das sogar bei relativ schonenden Yogaübungen. Ob Reha Sport, Yoga oder Rad fahren,  die Übelkeit beim Sport wurde immer schlimmer und es dauerte immer länger bis sie wieder verschwand. Irgendwann war mir dann ohne Sport schon morgens so schlecht, das ich mich überhaupt nicht getraut habe etwas zu essen. Um abzuklären ob ich mir vielleicht einen Virus eingefangen habe, bin ich dann endlich zum Arzt gegangen.

Eine Bekannte, die ebenfalls betroffen ist, hat bei einer sehr starken Erkältung während eines schlimmen Hustenanfalls bemerkt, "das da irgendwie was gerissen ist". An etwas derartiges kann ich mich bei mir nicht erinnern.

Im world wide web habe ich versucht so viele Informationen wie möglich zum Thema  zu bekommen. Denn der Gedanke an eine OP hat auch weiterhin nicht gerade Begeisterungsstürme in mir ausgelöst. Nachdem mir ein Arzt in einer chirurgischen Praxis zunächst zu einem minimal invasiven Verfahren geraten hat, habe ich meine Entscheidung durch den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe noch einmal überdacht. Dieser Kontakt und eine erneute Recherche bestärkten mich darin, mir bei einem anderen Chirurgen eine zweite Meinung einzuholen. Dort wurde ich sehr ausführlich über zwei unterschiedliche Verfahren sowie deren Nutzen und Risiken informiert. Durch die gründliche und ausführliche Information fasste ich sofort Vertrauen zu dem Arzt und vereinbarte daher auch gleich einen OP Termin. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass er einem Verband von Ärzten angeschlossen ist, dessen Mitglieder sich regelmäßig speziell über die Verfahren bei Hernien OP's auf Fachkongressen austauschen.

Heute ist die Operation 3 Wochen her und ich würde jederzeit wieder dieses Verfahren, diesen Arzt und diese Klinik wählen, weil ich mich dort gut betreut und aufgehoben gefühlt habe. Vor einer Woche hatte ich meinen ersten Arbeitstag (zwei Wochen nach der OP). Zu behaupten das das am Anfang keine ziemliche Herausforderung war, wäre gelogen.


Sonnenuntergang nach einem wunderschönen Herbsttag Foto © U. Smigalski
 
Auch wenn ich durch das wunderschöne Herbstwetter nach der Entlassung aus dem Krankenhaus häufig die Möglichkeit genutzt habe, mich viel zu bewegen (auf anraten des Arztes), stellt die Kombination von Arbeitstag und Alltag nach einer OP noch mal ganz andere Herausforderungen dar (aus der Klinik entlassen wurde ich bereits nach 4 Tagen). Es war allerdings meine eigene Entscheidung, nach 2 Wochen wieder das Arbeiten zu beginnen, die ich aus heutiger Sicht vielleicht etwas verfrüht getroffen habe.

Abschließend - lange Rede, kurzer Sinn - möchte ich euch folgendes mit auf den Weg geben:


  • wenn euch hinsichtlich eurer Leistungsfähigkeit oder sonstigen gesundheitlichen Dingen etwas auffällt, geht so bald wie möglich zum Arzt
  • falls ihr bei Behandlungs- oder Operationsmethoden zu denen euch geraten wird, ein komisches Gefühl habt, recherchiert selbst nach anderen Möglichkeiten, wenn sie euch nicht angeboten oder erklärt werden
  • fragt bei Ärzten zu allem was euch auf der Seele brennt nach
  • holt euch möglichst eine zweite Meinung ein
  • habt keine Scheu eine andere Entscheidung zu treffen und auch bei den Risiken genauer nachzufragen
  • denkt immer daran: es geht um euch und um euren Körper. Ihr müsst mit den Konsequenzen leben und nicht der behandelnde Arzt
  • vertraut darauf, dass es durchaus Ärzte gibt, die bereit sind einem mündigen Patienten auf Augenhöhe zu begegnen

Im Moment verunsichert es mich noch etwas, das ich solange gebraucht habe, bis ich meinem Körpergefühl gefolgt bin. Trotzdem bin ich sehr dankbar dafür, einen so guten und verantwortungsvollen Arzt gefunden zu haben. Ohne ständige Übelkeit und bei traumhaftem Wetter, kann ich mein Leben inzwischen schon fast wieder ohne Einschränkungen genießen. Und morgen mache ich meine erste kleine Tour auf dem Fahrrad.

Bleibt gesund meine lieben Leser (Ausspruch inspiriert von Sunny 😊)

*Rektusdiastase = Auseinanderstehen der gerade Bauchmuskeln im Bereich der linea alba. Der Spalt
                               ist meist am Nabel am stärksten ausgeprägt.


Seit ihr auch manchmal Meister darin nicht gleich auf euer Körpergefühl zu hören? 

Montag, 8. Oktober 2018

Als "Greenhorn" in den Bergen

Blick auf den Spiegelsee von der Bergstation Fulseck  Foto © U. Smigalski

*Werbung ohne Entgeld wegen Orts- und Namensnennung

Eine Fahrt mit der Bergbahn in die Berge liegt bei mir schon lange zurück. Sehr lange - mehr als 4 Jahrzehnte. Obwohl sich in dieser Zeit bei mir zumindest eine leichte Höhenangst eingeschlichen hat, war es mein Wunsch mir gewisse Dinge beim nächsten Besuch im Gasteiner Tal mal anzusehen. Was man da so an geeignetem Equipment im Gepäck haben sollte, darüber habe ich bzw. wir uns nicht so wirklich Gedanken gemacht. Und daher natürlich auch "Google" erst dann befragt, als die ersten Fehler schon gemacht waren.


Am Spiegelsee Foto © U. Smigalski 

Als "Greenhorn" in den Bergen ist es zunächst einmal sowieso eine blöde Idee "mal eben" auf einen Gipfel zu fahren um sich gewisse Dinge anzuschauen. Und als untrainierter Mensch eigentlich erst recht. Am besten kommt man da auch gar nicht auf die Idee sich an den auf den Hinweisschildern angegebenen Auf- und Abstiegszeiten zu orientieren.

Die Fahrt in einem Kabinenlift zur Bergstation Fulseck war trotz Höhenangst relativ unproblematisch. Der Abstieg zum Spiegelsee dagegen schon eine kleine Herausforderung, denn es ging stetig bergab. Der mitgenommene Nordic Walking Schuh war dafür einigermaßen gut geeignet, besser wäre allerdings wahrscheinlich ein halbhoher Bergschuh gewesen. Nach dem Spaziergang um den Spiegelsee war meine Idee wieder zur Bergstation aufzusteigen, um mit dem Lift zurück ins Tal zu fahren. Göga war da allerdings anderer Meinung: Es sei doch viel näher zur Zwischenstation und man brauche ja laut Wegweiser auch nur 50 Minuten. Von wegen - ein Abstieg ist viel anstrengender als ein Aufstieg und aus den ausgewiesenen 50 Minuten wurden bei uns locker 2 Stunden. Wobei der Hund noch viel schneller war als wir (weil an der Leine war auch unser Tempo vermutlich schneller als es sonst gewesen wäre). Das Wetter war wunderschön, damit wahrscheinlich allerdings nicht das optimalste für eine Bergwanderung, zumindest nicht in der Mittagszeit. Auch wenn ich schon fast nicht mehr daran geglaubt habe, irgendwann kamen wir dann doch an der Mittelstation an. Sogar noch zeitig genug um uns dort einen Eiskaffee zu gönnen ohne das wir Gefahr liefen, die letzte Bahn ins Tal zu verpassen.

Für den Ausblick haben sich die Strapazen gelohnt Foto © U. Smigalski

Da Seilbahnfahrten mit einer Kombikarte günstiger waren, haben wir eine gekauft mit der es am nächsten Tag trotz heftigem Muskelkater gleich auf den nächsten Berg ging. Diesmal allerdings mit einem Sessellift. Der Hund fand die Fahrt eindeutig entspannter als in der Kabine. Die Auffahrt konnte ich trotz Höhenangst noch einigermaßen genießen. Weil ich so gerne zum Zirbenweg wollte, ging kein Weg daran vorbei, mit dem Sessellift nach oben zu fahren. Und auch die Talfahrt habe ich unbeschadet überlebt. Der Duft nach den Zirben und der Ausblick ins Tal waren einmalig. Manchmal lohnt sich der Versuch für ein gesetztes Ziel über seinen Schatten zu springen eben doch 😊.


Ausblick vom Zirbenweg ins Tal Foto © U. Smigalski

Das Wetter war auch an diesem Tag wunderschön. Es war sogar noch wärmer als am Tag davor. Göga hat an dem Tag seine Bergwanderstiefel getragen und darin eindeutig mehr Halt gehabt als Tags zuvor in seinen ganz normalen Turnschuhen. Was wir aus den beiden Ausflügen in die Bergwelt gelernt haben: es ist möglich mit einem minimalen Equipment einen solchen Ausflug zu machen. Mit der entsprechenden Outdoor- oder Trekkingausrüstung ist es ganz sicher bequemer.


Herrlicher Blick auf Bäume und Berge am Zirbenweg Foto © U. Smigalski

Unsere Minimalausrüstung bestand aus:

  • Rucksack
  • Wander- oder Nordic Walking Schuhen
  • Karte
  • Sportshirt
  • Trinkflasche
  • Kappe als Kopfbedeckung
  • Ausflugskarte
  • Handy

Minimalausrüstung für einen Ausflug in die Berge



Eine komfortable Ausrüstung für eine Bergtour beinhaltet folgendes:
  • gutes Schuhwerk (möglichst Bergschuhe für besseren Halt)
  • Sportshirt und ein weiteres als Wechselkleidung im Rucksack
  • Trekking- oder Outdoorhose im Sommer möglichst mit einem Zippsystem das die Hose kürzt oder verlängert
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • eine Regenjacke
  • einen Rucksack mit ausreichend Stauraum für die benötigten Utensilien
  • eine weitere Hose als Wechselkleidung
  • eine detaillierte Ausflugskarte
  • Proviant
  • eine Trinkflasche in der sich die Getränke nicht durch die Sonne erwärmen
  • Wanderstöcke
  • Handy
  • Blasenpflaster
  • kleine Erste Hilfe Ausstattung für Wandertouren
  • leichte Kopfbedeckung unter der man nicht so sehr schwitzt

Noch professioneller ist es zusätzlich ein Taschenmesser und eine Taschenlampe mitzunehmen.

Zum Thema Wanderstöcke möchte ich hier noch kurz etwas anmerken: In vielen Köpfen schwirrt die Idee, das Wanderstöcke nur etwas für alte Leute sind. Aus unserer Erfahrung und vielen Gesprächen, die wir mit Leuten dort in den Bergen geführt haben, ist das vollkommener Quatsch. Wanderstöcke wären uns sowohl beim Abstieg als auch auf den ziemlich verwurzelten Wegen auf dem Zirbenweg eine gute Unterstützung gewesen. Bedauerlicherweise haben wir uns beide Male entschieden unsere Nordic Walking Stöcke im Auto zu lassen. Das war ein Fehler. Die Nordic Walking Stöcke wären zwar vielleicht nicht die optimalste Unterstützung gewesen, aber immer noch besser als gar keine.

Seit Ihr auch "Greenhorn" in den Bergen oder schon eher Profimäßig unterwegs?

Sonntag, 30. September 2018

Ü30Blogger & friends: Zitate die inspirieren und motivieren



Claudia von Claudias Welt ist Patin der Bloggeraktion der Ü30Blogger & friends für September mit dem Motto "Zitate die inspirieren und motivieren".

Wie bei jedem Thema können auch hier die Meinungen unterschiedlich sein. Und entweder man kann sich für Zitate erwärmen und begeistern oder eben nicht. Daher passt dieses gleich gut als Einstieg:

"Denn an sich ist nichts weder gut noch schlimm, das Denken macht es erst dazu" (William Shakespeare, Hamlet)

Meine Passion für Zitate habe ich vor vielen Jahren aus einem weniger angenehmen Anlass entdeckt. In einer sorgenvollen Zeit mit vielen Rückschlägen und Ärgernissen war ich in einer Buchhandlung. Die Dame dort hat mir ein Buch empfohlen, das mich sowohl inspiriert als auch motiviert hat. Ja eigentlich hat es nach und nach meine damalige Weltsicht auf den Kopf gestellt und mich dabei unterstützt, die schönen Dingen im Leben (wieder) mehr in den Fokus zu rücken. Das Buch habe ich noch heute. Allein der Titel klingt schon sehr vielversprechend. Es heißt "Sorge dich nicht - lebe!" (Werbung) und genau so ist es. Statt uns ständig Gedanken über Dinge zu machen, die wahrscheinlich nie eintreten, ist es viel sinnvoller den gegenwärtigen Augenblick zu genießen. So einige "Aha Erlebnisse" aus dem Buch waren daher auch in den letzten Wochen, in denen einfach vieles nicht so lief wie geplant, eine gute Unterstützung. Hier als Beispiel ein Zitat aus dem Buch:

"Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus"  (R. Becker)


Sorge dich nicht - lebe! (Foto © U. Smigalski)

Eigentlich habe ich Zitate bereits in meiner Kindheit kennengelernt. Denn ein Poesiealbum hatte zu der Zeit jedes Mädchen. Meine damalige Klassenlehrerin hat mir damals folgendes mit auf den Weg gegeben:

"Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst"  (Matthias Claudius)

Doch nicht alle Lebensweisheiten, die einem als junger Mensch so aufgetischt wurden, waren nur von inspirierendem Charakter. Im Grundschulalter hatte ich Freude daran, Schlager nachzupfeifen. Darauf durfte ich mir von einer Tante dann mal folgendes anhören:

"Mädchen die pfeifen und Hähnen die krähen, denen sollte man beizeiten den Hals umdrehen"

Mein Hals wurde zwar nicht umgedreht, meine Motivation zu pfeifen war allerdings insbesondere in Gegenwart der Tante dahin. Auf jeden Fall habe ich mich lange Zeit gefragt, warum eigentlich nur Mädchen die pfeifen der Hals umgedreht werden soll. In einer gleichberechtigten Gesellschaft sollte doch gleiches Recht für alle gelten 😉.

Ein schöner Tag (Foto © U. Smigalski)

Für die meisten ist das Leben keine konstante Gerade sondern etwas das sich mathematisch wahrscheinlich wellenförmig darstellen würde. Wenn mal wieder ein Tief angesagt ist und alles Grau in Grau erscheint, dann ist zumindest folgendes Zitat ein Lichtblick für mich:

"Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden" (Mark Twain)



So mancher wird sich sicher fragen, wie es überhaupt möglich ist, sich von den schlauen Weisheiten anderer inspirieren oder gar motivieren zu lassen. Unser Verstand, der uns oft in vielfältiger Weise eine große Hilfe sein kann, kann manchmal ein ebenso großes Hindernis darstellen. Denn er zerpflückt und hinterfragt mitunter alles und jedes. Oft landen dann Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem Topf. Da kann schon mal ein ziemliches Wirrwarr entstehen. Ein allgemein gültiges Patentrezept um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, gibt es vermutlich nicht. Denn jeder als eigenständiges Individuum findet im Laufe seines Lebens vieles was inspiriert und motiviert. Wer dabei stets die nötige Gelassenheit aufbringt und sich nicht aus dem Konzept bringen lässt, kann sicher auf Zitate gut verzichten. Mich bringen sie als "Erinnerungshilfe" oft dahin zurück, das Wesentliche im Leben im Blickwinkel zu behalten.


Foto © U. Smigalski

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."  

Auf jeden Fall gilt bei Zitaten, genauso wie bei vielen anderen schriftlich niedergelegten Dingen im Leben:

"In der Kürze liegt die Würze"

Ich bin gespannt, was den anderen Ü30Bloggern & friends dazu eingefallen ist:








Sonntag, 16. September 2018

Zwangspause - PC out of order

Liebe Blogleser,

manch einer mag sich vielleicht schon gewundert haben, wo ich denn abgeblieben bin, bzw. in welche Versenkung es mich getrieben hat. Nun, nicht ich bin in der Versenkung gelandet sondern mehr oder weniger mein schon etwas in die Jahre gekommener PC. Der ist seit einiger Zeit für das Bloggen nicht mehr zu nutzen. Das Tablet eignet sich zwar für ein kurzes Statement zu mehr nun aber auch wirklich nicht. Auch um auf anderen Blogs zu kommentieren, ist es ziemlich ungeeignet.

Der PC befindet sich in der Reparatur und sobald er wieder flott ist, gibt es auch wieder Beiträge auf dem Blog. 

Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit und bleibt mir gesund (geklaut von Sunny 😉).

Sonntag, 2. September 2018

Filmtipp: Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes


*Werbung ohne Auftrag


Schon länger habe ich keinen Filmtipp in der Rubrik Kino mehr veröffentlicht. Das lag weniger an nicht vorhandenem Material. Doch auch wenn man mehr oder weniger an der Quelle sitzt, garantiert dies noch längst nicht immer den Besuch von vielen Filmen. 

Bereits im Januar wurde die Dokumentation auf der Filmwoche in München vorgestellt. Doch erst jetzt nachdem sie schon eine Weile gespielt wurde, habe ich sie angeschaut. Das sagt der Verleih darüber:

Der neue Dokumentarfilm von Wim Wenders ist eine persönliche Reise mit Papst Franziskus und nicht so sehr ein Film über ihn. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche. Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und - im wahrsten Sinne - der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen. Es ist ein Film entstanden, der uns in einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber Politikern groß ist und in der Lügen, Korruption und "alternative Fakten" unser Leben bestimmen, einen Mann nahebringt, der lebt, was er predigt, und dem die Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichsten Kulturen ihr Vertrauen schenken. (Quelle: Verleih)


Weshalb ist er aus meiner Sicht sehenswert? Er zeigt einen Papst der sich mit den Problemen in der Welt auseinander setzt und zu ihnen Stellung bezieht. Papst Franziskus ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den katholischen Bischöfen sehr umstritten und teilweise sicher auch unbeliebt, weil er Erneuerungen in der Kirche anstrebt. Den großen Anteil an Armut auf der Welt empfindet er als Skandal. Auch in den Umgang mit der Umwelt mischt er sich ein. Den Waffenhandel verurteilt er auf's Schärfste, weil er den Menschen soviel Leid beschert.

Obwohl ich weder katholisch bin noch häufig in die Kirche gehe, beeindruckt mich dieser Papst, der sich den Dingen im Sinne des heiligen Franziskus verschreibt. Auch wenn seine Lösungen vielen als Banalitäten anmuten, sind eben die einfachen Lösungen oft die besten. 


Welcher Film hat bei dir in letzter Zeit einen besonderen Eindruck hinterlassen?

Montag, 20. August 2018

Hot, hot summer - meine besten Tipps um cool zu bleiben - Blogparade

Foto Ela


*Werbung ohne Auftrag für mein Netzwerk

Ela hat zur Blogparade "Hot, hot summer - meine besten Tipps um cool zu bleiben" eingeladen. Da das sowieso gerade Thema bei mir ist (wie vermutlich bei vielen anderen auch), beteilige ich mich gerne daran.

In diesem Sommer ist es an manchen Tagen extrem warm. Auch wenn wir hier von den ganz extremen Temperaturen an die 40 Grad weitestgehend verschont geblieben sind, haben wir die 30 Grad Marke auf jeden Fall ebenfalls geknackt. Meine Komfortzone liegt so in etwa bei 25 Grad. Somit gibt es Tage an denen ich mit der Hitze ganz schön zu kämpfen habe. Ein Schlafzimmer mit offenem Dachstuhl trägt nicht gerade zur Entspannung der Lage bei. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, selbst wenn dadurch die Nächte mitunter ziemlich kurz sind.

Eigentlich bin ich Herbstfan. Trotzdem genieße ich den Aufenthalt im Freien derzeit sehr. In der prallen Sonne muss ich mich ja glücklicherweise nicht zwingend aufhalten. In luftiger Kleidung, mit den entsprechenden Hilfsmitteln ausgestattet, lässt es sich meistens ganz gut aushalten. Nach ein paar Tagen gewöhnt sich der Kreislauf ebenfalls einigermaßen an die hohen Temperaturen. Im Allgemeinen ist es sehr hilfreich einfach mal einen Gang runter zu schalten. Sich am Meer von einer kühlen Brise erfrischen zu lassen, wäre fein. Das liegt allerdings im Moment nicht im Bereich des Möglichen.

Urlaub im Mai: Hafenausfahrt List

Was mir bei Sonne immer ungemein wichtig ist, ist eine Kopfbedeckung. Selbst wenn das bei hohen Temperaturen manchmal dazu führt, das ich im Gesicht noch mehr schwitze, da muss ich durch. Ohne Hut auf dem Kopf verlasse ich das Haus nicht. Wenn das Wetter von bewölkt auf sonnig umschlägt, haben die Hutverkäufer ihre helle Freude an mir, denn dann muss in der Regel ein neues Exemplar her. Vorausgesetzt ich finde eines das mir passt und auch steht.


Im Moment bei liebster Begleiter: der Sonnenhut

Das praktische an dem Hut ist, das ich nicht zwingend eine Sonnenbrille benötige. Bisher habe ich mich noch nicht dazu durchringen können, mir eine in meiner Sehstärke anfertigen zu lassen. Ehrlicherweise muss ich allerdings zugeben, dass ich mit einer normalen Sonnenbrille nicht mehr ganz so gut klar komme wie noch vor einigen Jahren.


Fächer - überaus praktisch bei Hitze

Manchmal kann eine Sammelleidenschaft auch was positives haben. Immer wenn es heiß ist, bin ich froh das einige Fächer so quasi als Sammelobjekt bei mir Einzug gehalten haben. Denn dann habe ich immer einen dabei. Ganz praktisch finde ich meine neueste Errungenschaft - einen kleinen schwarzen Fächer mit einem Band zum um den Hals hängen. So bleibt er wenigstens nirgendwo liegen und ich vergesse ihn nicht.

Eigentlich ein "Trinkmuffel" zu sein, ist bei Hitze eher schlecht. Denn es ist wichtig ausreichend zu trinken. Mit etwas Übung liege ich derzeit im Schnitt bei 2 Liter am Tag. Gerne ungesüßt mit selbst gemachtem Eistee oder eben Wasser. Saftschorlen trinke ich zwischendrin auch ganz gerne mal wenn ich das Gefühl habe, noch mehr geschwitzt zu haben als sonst. Allerdings werden die Experten wahrscheinlich der Meinung sein, 2 Liter sind bei der Hitze zu wenig. Selbst wenn ich schon stolz darauf bin überhaupt auf diese Menge pro Tag zu kommen.


Romantische Sonnenuntergänge sind Teil eines heißen Sommers

Mahlzeiten sind bei extremer Wärme so eine Sache. Wirklich Hunger auf deftige Sachen hat dann wohl niemand. Leichter verdaulich und beliebter sind da Salate und mediterrane Kost sowie Obst als Nachspeise. Obwohl ich nicht so wirklich Fleischfan bin, ist Grillen im Sommer eine feine Sache. Als Beilage ein Tzatzki mit einem kleinen Spritzer Zitrone ist herrlich erfrischend.

Hier noch ein Rezept für selbstgemachten Eistee:

5 - 6 kleine Teelöffel sommerlichen Früchtetee mit
500 - 750 ml heißem Wasser aufgießen und
10 Minuten ziehen lassen
anschließend mit der gleichen Menge kaltem Wasser und ein paar Eiswürfeln auffüllen
Fertig ist ein fruchtig frischer Trinkgenuss...

Kommt mir gut durch die heiße Woche!

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Nachdem mein PC bedingt durch Hitze und Altersschwäche oftmals streikt und ich die Geduld in Person davon manchmal ziemlich angenervt bin, reduziert sich allein dadurch leider schon die Anzahl der Posts die momentan hier erscheinen. Da ich zusätzlich dazu beschlossen habe, nicht nur ständig vor dem PC zu sitzen, sondern mich mehr zu bewegen, geht auch dafür Zeit drauf. Daher bitte ich darum mir nachzusehen, wenn im Augenblick manchmal nur alle 2 Wochen ein Post hier eingestellt wird, statt wöchentlich einer. Ich danke euch für euer Verständnis 💜.

Wie bleibt ihr im Sommer cool?




Dienstag, 7. August 2018

Das war der Juli und warum Networking als Blogger wichtig ist



*Werbung für Social Networking

Zack und schon ist auch der Juli wieder vorbei. Erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. In schönen Momenten schade eigentlich, dass man sie nicht anhalten kann. Naja, was soll's, jammern hilft da leider auch nicht.

Glücklicherweise konnte ich dafür viele Dinge von meiner to-do-Liste abhaken. Das längst überfällige Interview mit der liebenswerten Alexandra Meraner ist endlich auf dem Blog erschienen. Das Gespräch mit ihr war spannend und interessant. Trotz des ernsten Themas haben wir ein tolles und stellenweise humorvolles Gespräch geführt. Auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür liebe Alexandra.

Das Highlight im Juli war natürlich das Bloggertreffen der Ü30Blogger in München. Menschen persönlich kennenzulernen, mit denen man sonst nur virtuell zu tun hat, ist immer eine feine Sache. Zu sehen, wer denn wirklich hinter Blog xy steckt und welche Erfahrungen der/diejenige sonst noch so macht ergibt eine spannende Mischung aus vielen Geschichten. Und auch die Bloggeraktion "Geschenke die dich begeistern" war interessant und spannend.

Bloggertreffen der Ü30Blogger in München

Das Bloggen Spaß macht, darüber sind sich bei den Treffen auch alle Mitglieder der Community einig. Doch welchen Sinn macht Networking für Blogger? Eigentlich könnte das doch jeder auch als Einzelkämpfer/in so ganz ohne Netzwerk für sich durchziehen oder etwa nicht? Ja, könnte sie/er. Schöner ist es allerdings dabei mit anderen vernetzt zu sein. Bloggeraktionen zum Beispiel erweitern aus meiner Sicht ungemein den Horizont. Denn zu einem Thema kommen viele unterschiedliche Ideen zusammen und man lernt so immer wieder was dazu. Auch ein Perspektivenwechsel kann ja manchmal bekanntlich nicht schaden. Wie alle anderen Dinge auch erfahren auch Netzwerke Veränderung und dabei verursacht es vielleicht am Anfang Verunsicherung wenn es plötzlich nötig wird, die gewohnte Komfortzone zu verlassen. Doch ohne Veränderung gibt es keine Weiterentwicklung und auch das ist ein klarer Vorteil des Networking. Als Einzelkämpfer kann ich zwar ständig in meiner Komfortzone bleiben, ob sich da allerdings dann noch etwas in irgendeine andere Richtung entwickelt oder bewegt, bleibt fraglich.

Besonders in Zeiten, in der rechtliche Begebenheiten viele Blogger dazu bringt auf ihr Hobby zu verzichten, ist eine gute Vernetzung wichtig. Als One-Woman-Show kann ich nicht überall gleichzeitig sein. Bei komplexen Vorgängen ist es gut, wenn mehrere davon Kenntnis haben, denn dann können Missverständnisse im Austausch miteinander ausgeräumt werden. Als Anwender und nicht unbedingt Technik-Freak bin ich froh und überaus dankbar, im Netzwerk mit Menschen zu tun zu haben, die da viel versierter sind als ich. Selbst wenn ich nicht alle Vorgänge von der Logik her erfassen kann, hilft es schon ungemein weiter, die Sicherheit zu haben, das da jemand ist der sich damit auskennt. Wissen weiterzugeben und auch zu teilen ist in der Bloggerwelt heute nicht mehr als Selbstverständlichkeit anzusehen. Deshalb bin ich den Mitgliedern bei den Ü30Bloggern sehr dankbar für ihre Unterstützung und bin froh Mitglied einer solchen Community zu sein. Für den Moment kann ich lediglich darauf hoffen, dass es für alle in Ordnung ist, wenn ich zwar auf ihren Blogs vorbei schaue, oft die Zeit allerdings nicht mehr für einen Kommentar reicht.

Wie kann Geben und Nehmen in einer solchen Gemeinschaft in einem ausgeglichenen Verhältnis stattfinden? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Vermutlich gehen die Meinungen diesbezüglich auch weit auseinander. Fest steht auf jeden Fall, das eine Community langfristig nur im Miteinander existieren kann. Herausforderungen lassen sich nun mal besser bewältigen und Lösungen einfacher finden, wenn sie auf möglichst viele Schultern verteilt werden können.

Wenn du Lust auf Austausch und Mitarbeit in einem Netzwerk hast und Spaß daran an Bloggeraktionen teilzunehmen, dann schau doch mal bei den Ü30Bloggern vorbei. Denn gemeinsam statt einsam eröffnet allen auf jeden Fall neue Horizonte.


Links Ela und in der Mitte Sunny, die guten Geister hinter den Kulissen der Ü30Blogger

An dieser Stelle bedanke ich mich nochmal bei Ela und Sunny für die Zeit, die Arbeit und das Herzblut das sie hinter den Kulissen in die Community der Ü30Blogger stecken.


Ist euch Networking als Blogger wichtig?