Samstag, 29. Februar 2020

Ü30Blogger Blogparade: Meine "wilden" Zwanziger



*Werbung wegen Verlinkung

Die roaring twenties sind diesmal das Thema der Blogparade der Ü30Blogger and friends. Die Idee dazu kam von Patricia von Big Mama's Welt.

Mich in das Thema einzubringen, ist gar nicht so leicht. Denn eigentlich fehlt es mir an Bildmaterial und was die "echten" goldenen Zwanziger angeht, auch an Informationen.

Meine Eltern waren zu der Zeit Teenager und haben uns Kindern eigentlich nicht viel darüber erzählt. Und meine Großeltern waren als ich Kind war schon längst gestorben. Meine Mutter ist in einer Familie mit 9 Geschwistern aufgewachsen. Das war für meine Oma eine ganze Stange an Arbeit, denn viele komfortable Geräte auf die Frauen heute zugreifen können, gab es damals noch nicht. Oder es fehlte am Geld um sie zu beschaffen. Dafür wurde in den Familien viel musiziert, denn Fernseher oder Radio waren meist auch nicht vorhanden. Familie als solches hatte damals noch einen viel größeren Stellenwert als das heute meist der Fall ist.

Meine eigenen Zwanziger würde ich jetzt auch nicht unbedingt als spektakulär bezeichnen. Anfang Zwanzig habe ich noch die Schulbank gedrückt. Ich durfte das Privileg genießen eine private Sprachschule zu besuchen. Dort wurde ich von Montag bis Freitag täglich je zwei Stunden durch etliche Eventualitäten der englischen und französischen Sprache geschleift. Dabei hatte ich den Französischunterricht der Liebe meiner Mutter zu dieser Sprache zu verdanken. Na ja sie durfte sich selbst ja auch nicht mit der nasalen Aussprache und den Vokabeln rumschlagen, denn sie fand einfach nur das sich die Sprache doch so toll anhört. Zumindest nicht unbedingt bei mir 😒. Aber das ist ihr natürlich irgendwie überhaupt nicht aufgefallen. Manchmal ging es statt in die langweiligen Englischstunden aber auch in ein Kaffee ganz in der Nähe und da war es dann schon recht lustig mit den Mädels.

Wie viele andere auch habe ich mir in der Zeit so manche Nächte bis in den nächsten Morgen hinein, tanzend um die Ohren geschlagen. Sehr zum Leidwesen meiner Mutter, die das irgendwie überhaupt nicht so toll fand. Am Ende meiner Zwanziger war ich jedenfalls verheiratet und hatte zwei kleine Jungen zu versorgen. Und das mit wesentlich viel mehr Komfort ausgestattet als meine Großmutter mit ihren 10 Kindern.




Heute schreiben wir das Jahr 2020 und ich bin dann doch irgendwo froh nicht mehr in meinen Zwanzigern zu sein. Damit wo ich heute stehe und mit der Frau die ich heute bin, kann ich mich ganz gut arrangieren und habe kein Problem damit. Laut Prognosen soll 2020 ja das Jahr überhaupt werden. Das erlebe ich für mich persönlich derzeit dann doch eher etwas skeptisch und nüchtern. Kurz vor Jahresbeginn bin ich umgezogen und auch ansonsten kommt mir mein Leben derzeit gerade so vor als würde es noch viele Baustellen geben, an denen es zu arbeiten gilt. Auch der Blog und das Bloggen gehören gerade dazu. Jammern hilft da allerdings nicht unbedingt. Viel eher vielleicht eine Bestandsaufnahme um herauszufinden, wo die Reise denn nun hingehen soll. Und dann kommt wahrscheinlich noch das Leben dazwischen, das vielleicht noch ganz andere Dinge parat hat. Hauptsache ich behalte meinen Humor. Wenn ich in den Spiegel schaue ist es mir auch weiterhin wichtig, mich nicht in Richtungen verbogen zu haben, die irgendwie so gar nicht zu mir passen.

Über Neujahrsvorsätze die meist eh wenig bringen, denke ich erst gar nicht mehr nach. Daher stelle ich das Jahr lieber unter folgendes Motto und mache es zum besten Jahr 2020 das es für mich werden kann.





You are invited to the Inlinkz link party!
Click here to enter


Montag, 30. Dezember 2019

Blogger Wichteln



*Werbung wegen Networking und Namensnennung

In diesem Jahr kam Patricia von Big Mama's Welt auf die Idee statt des Adventskalenders bei den Ü30Bloggern zu wichteln.

In den nordischen Ländern hat das Wichteln eine lange Tradition und auch hier wird es in  unterschiedlichen Varianten praktiziert. In der Regel wird aus einer Gruppe von Leuten eine Person gezogen, die dann von demjenigen beschenkt wird, dem sie zugewiesen wird.

In diesem Jahr habe ich nur an der Wichtelaktion der Ü30Blogger teilgenommen. Allerdings kenne ich den Brauch auch aus unterschiedlichen Betrieben in denen ich gearbeitet habe.

Mein Wichtelgeschenk kam mitten im Umzug an. Und bei all der Arbeit und dem Stress den so ein Umzug mit sich bringt, habe ich mich daher um so mehr darauf gefreut ein Geschenk auspacken zu dürfen. Zunächst einmal musste ich darauf einige Tage warten. Beschenkt wurde ich von Tina Tina's pink friday und ich war schon sehr gespannt, welche Überraschung da auf mich warten würde. Der Umzug und all die Widrigkeiten, die so etwas mit sich bringt ist übrigens auch der Grund weshalb es hier länger still gewesen ist.

An einem Tag, an dem es besonders stressig war und auch Ärger ins Haus stand, den so ein Umzug auch schon mal mit sich bringen kann, habe ich dann am Abend sozusagen als Belohnung, beschlossen mein Päckchen zu öffnen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Tina mit ihren Wichtelgeschenken total meinen Geschmack getroffen hat. Ich bin nämlich ein Fan von Schals und Tüchern und trage besonders im Winter immer etwas um den Hals.




In meinem Päckchen war ein wunderschöner Loop mit einem Leopardenmotiv und tolle braune Ohrringe die in einem bunten Säckchen verpackt waren.





Den Loop trage ich inzwischen fast täglich, weil er meinen Hals in der kalten Jahreszeit besonders warm hält. Dafür habe ich auch schon Komplimente bekommen, als ich ihn das erste Mal "ausgeführt" habe.




Die Ohrringe sind rund und aus braunem Holz mit einem kleinen Stein in hellgrün in der Mitte. Und das bunte Säckchen zum Aufbewahren gefällt mir besonders gut. Auch die Ohrringe wurden übrigens inzwischen schon bewundert.

Leider sind die Fotos nicht besonders gut geworden und bedingt durch den Umzug gibt es derzeit auch noch keine Tragefotos von beidem. Diese liefere ich aber bei Gelegenheit nach.

Vielen herzlichen Dank liebe Tina für den wunderschönen Loop und die tollen Ohrringe. Beides trage ich sehr gerne.

Mein Post zu der Aktion erscheint verspätet, weil es leider mit dem Anschluss für Internet und Telefon hier nicht pünktlich geklappt hat. Auch nicht wirklich pünktlich genug, um noch einen Post vor Weihnachten vorzubereiten.

Daher kann ich im Nachhinein nur hoffen, das all meine Leser besinnliche und entspannte Weihnachtstage im Kreise ihrer Lieben verbringen konnten.

Nun nutze ich die Gelegenheit, um allen einen guten Start ins Neue Jahr zu wünschen. Mögen all Eure Wünsche für das Jahr 2020 in Erfüllung gehen.

Mittwoch, 6. November 2019

Fünf Fragen am Fünften - November 2019


*Werbung wegen Networking und Ortsnennung

Diesmal schaffe ich es endlich mal wieder fast pünktlich an der der Aktion "Fünf Fragen am Fünften" von luziapimpinella teilzunehmen.

1. Was hast du in letzter Zeit gebraucht gekauft?

Hmm schwierig. Zuletzt habe ich ein Buch gebraucht gekauft und das ist schon eine Weile her. Da für die neue Wohnung noch einiges fehlt, gibt es Ideen für gebrauchte Sachen. Mal sehen ob ich dann auch fündig werde.

2. Welches Gericht würdest du am liebsten jeden Tag essen?

In Nigeria habe ich im Hotel häufiger gegrillten Fisch mit Gemüse gegessen. Der war so lecker, dass ich ihn am liebsten jeden Tag essen würde.


Auf dem Foto ist leider nicht der leckere Fisch zu sehen


3. Ist irgendwann mal deine größte Befürchtung eingetreten?

Eingetreten ist irgendwann mal etwas was eigentlich viel schlimmer war, als meine größte Befürchtung. Wie vieles, war auch das nach einiger Zeit vorbei. Seither weiß ich das das Leben weitergeht, egal was auch passiert. Und auch das es wenig Sinn macht, sich zu viele Gedanken über die Zukunft zu machen und erst recht nicht sich vor ihr zu fürchten. Denn erstens kommt es meistens anders, als man meistens zweitens denkt.


Ein wunderschöner Tag im November


4. Würdest du gerne in einem anderen Land leben?

Ja würde ich und wollte ich für eine gewisse Zeit schon immer. Das Leben kam dabei allerdings häufig dazwischen. Gerne würde ich mal ein halbes Jahr in Nigeria leben um einen besseren Einblick in das Alltagsleben dort zu bekommen.




5. Welches Musikinstrument würdest du gerne spielen?

Ich bin in einer musikalischen Familie aufgewachsen, in der viel gesungen wurde. Es hat mich immer fasziniert, wenn mein Vater ein Lied für mich gesungen und dazu Gitarre gespielt hat. Der Musikunterricht in der Schule hat mir allerdings meistens nicht so viel Spaß gemacht. Um überhaupt ein anderes Instrument spielen zu dürfen, musste man erst mal Blockflöte spielen lernen. Keine Ahnung ob ich das heute noch kann. Anschließend hatte ich keine Lust mehr, ein anderes Instrument spielen zu lernen. Und das obwohl ich gerne Gitarre oder Klavier spielen gelernt hätte. Mal sehen, ob das nochmal was wird.


So, das waren die fünf Fragen am Fünften im November 2019, die bei mir zwar nicht am 5. sondern diesmal am 6. veröffentlicht werden.

Ich wünsche allen eine angenehme Restwoche.







Sonntag, 27. Oktober 2019

Monatsaktion Ü30 Blogger & Friends: Lieblingsbücher und -autoren


*Werbung wegen Namensnennung und Social Networking

In der Monatsaktion der Ü30 Blogger & Friends vom Oktober, deren Patin Patricia ist,  dreht sich alles um das Thema Bücher.

Lesen war schon immer eines meiner liebsten Hobbies, keine Frage. Und eines dem ich während der Zeit als ich noch in München gearbeitet habe, immer gut nachgehen konnte. Dank der sich stets weiter entwickelnden Technik, brauchte ich irgendwann auch keine schweren Bücher mehr mitschleppen. Denn ein e-book Reader kann da manchmal ganz nützlich sein. Doch ehrlich gesagt, ist es mir meistens lieber ein Buch in gedruckter Form in den Händen zu halten. Da erscheint es mir nämlich einfacher, Anmerkungen zu schreiben oder Passagen mit dem Textmarker hervorzuheben.





Nachdem ich nun schon eine ganze Weile nicht mehr in München arbeite, kommt auch der e-book Reader nur noch selten zum Einsatz. Irgendwie ist Zeit und Muße um zu lesen gerade etwas knapp bei mir.

Einen Lieblingsautor habe ich nicht. Wie viele andere auch habe ich vor einigen Jahren ein paar Bücher von Konsalik und auch "Die Nebel von Avalon" quasi verschlungen. Auch einige Harry Potter Bücher haben mich begeistert als meine Söhne beschlossen haben, diese zu lesen.

Als meine Mutter schwer krank wurde und ich mich mit der Situation und auch der Tatsache das das Leben endlich ist, abfinden musste hat mir die Inhaberin meines damaligen Lieblingsbuchladens das Buch "Sorge dich nicht - lebe!" empfohlen. Ist dieses Buch mein Lieblingsbuch? Ganz sicher eines von vielen, denn es hat mich durch eine schwere Zeit begleitet und mir neue Perspektiven und Sichtweisen eröffnet. Immer wenn mir eine Situation als ziemlich verfahren erscheint, nehme ich das Buch zur Hand und lese markierte Stellen nach. Das Buch habe ich inzwischen 26 Jahre und den Kauf habe ich nie bereut. Ich würde es jederzeit wieder kaufen und auch damit arbeiten, denn es hat mein Leben in gewisser Weise bereichert.

Inzwischen habe ich viele Ratgeber unterschiedlichen Inhalts gelesen. Doch dieses Buch hat einen besonderen Stellenwert, weil es mir in einer schweren Zeit geholfen hat, wieder Boden unter den Füssen zu fassen.

Schaut doch auch mal bei den anderen Teilnehmern der Monatsaktion was die so zu dem Thema zu sagen haben.



You are invited to the Inlinkz link party!
Click here to enter





Sonntag, 29. September 2019

Ü30Blogger Blogparade: Das Beste was ich in dieser Woche erlebt habe


*Werbung wegen Namensnennung

In der Blogparade der Ü30 Blogger & friends geht es im September um das Thema "Das Beste der Woche". Diesmal ist Claudia von Claudia's Welt die Patin der Monatsaktion.

In einer Woche in Nigeria, die voll von neuen und interessanten Eindrücken war, ist es schwierig zu sagen, was das Beste der Woche war. Das Allerbeste und irgendwie unbezahlbar ist auf jeden Fall die Freundlichkeit und Spontanität der Menschen sowie ihre Liebe zu Musik und Rhythmus. Letzteres ist auf jeden Fall ansteckend. Somit ist ein Highlight meiner Woche ein ganz privates Trommelkonzert einer Gruppe am Strand an meinem Tisch quasi nur für mich. Alle Anderen dort konnten zwar mithören, das hat mich aber nicht weiter gestört. Faszination für Dinge lässt mich dabei oft das Fotografieren und in dem Fall das Aufnehmen davon vergessen.

Immer wieder etwas Besonderes sind die Besuche am Strand, selbst wenn dieser nicht so sauber und perfekt ist, wie wir es eigentlich von Stränden gewohnt sind.


Am Strand von Oniru

Wenn ich so mitbekomme wie das Wetter gerade zu Hause ist, würde ich sagen es ist ebenfalls das Beste in dieser Woche hier zu sein, statt in Deutschland zu frieren. Es scheint zwar nicht so oft die Sonne aber warm genug ist es trotzdem. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist allerdings manchmal sehr gewöhnungsbedürftig.


Wer möchte kann am Strand reiten

Außergewöhnlich ist das viele Staaten in Afrika eine abgewandeltes Englisch sprechen. Das sogenannte Pidgin-Englisch. Dabei ist die Aussprache der englischen Wörter anders, die Sätze werden zum Teil stark verkürzt und mit Wörtern aus einheimischen Dialekten gemischt. Hört sich lustig an, ist aber nicht unbedingt gut zu verstehen.




Was sonst noch so ziemlich das Beste ist, was ich in dieser Woche erlebt habe, ist Fernsehen auf Englisch und dann noch uralte Serien mit uralter Musik.

Hier gerne mal eine Kostprobe davon:

Right back where we started from

Bestimmt gibt es auch bei den anderen Teilnehmern viel interessantes zu entdecken, was dort als das Beste der Woche erlebt wurde. Schaut doch mal bei ihnen vorbei.




You are invited to the Inlinkz link party!
Click here to enter



Donnerstag, 26. September 2019

Perspektivenwechsel und weshalb er oft hilfreich ist


Foto © U. Smigalski
*Werbung wegen Namensnennung


Manchmal gibt es Zeiten, in denen einfach nichts so wirklich rund läuft. Und es ist plötzlich auch nicht mehr möglich, im eigenen Umfeld die Dinge zu reflektieren, die einem wichtig erscheinen.
  • Wo stehe ich eigentlich im Leben? 
  • Wo will ich hin?
  • Passt das alles überhaupt noch ohne das ich mich ständig verbiegen muss?
  • Fühle ich mich da wo ich jetzt stehe auch noch in 5 Jahren wohl?

Auf viele dieser Fragen konnte ich mir plötzlich keine oder nur noch unbefriedigende Antworten geben. Sinnkrise kann man sowas wohl auch nennen. Wie auch immer der Begriff dafür sein mag, dass ist mir eigentlich ziemlich egal. Denn ich bin überzeugt davon, dass es mitunter nicht nur mir so geht. Die Frage ist nur, bleibe ich weiter in meiner Komfortzone oder habe ich den Mut einfach mal die Perspektive zu wechseln. Und die diesmal wirklich irgendwie außerhalb meiner Komfortzone.

In einem Land, in dem Komfort in unserem Sinne wohl nur wenigen vorbehalten ist. Und wo die Einreise schon gleich eine erste Hürde und eine Art Herausforderung ist. In deren Vergleich all unsere Großstädte eher als Peanuts erscheinen. Wir regen uns auf, wenn wir in der Hauptverkehrszeit eine halbe Stunde im Stau stehen? Lächerlich, wenn man sich anschaut, wie es quasi am anderen Ende der Welt zugeht. In einem Land in dem ca. 60% der Menschen arm ist. In dem Menschen in ihren Autos oder Blechhütten schlafen, weil sie es sich nicht anders leisten können. Und trotz alle dem sind sie immer freundlich und lächeln. Die Rede ist hier von dem wohl bevölkerungsreichsten Land Afrikas: von Nigeria. 

Für Touristen und Weiße nicht ganz ungefährlich. Lagos ist wohl die oder eine der größten Städte im Land und mit keiner unserer Großstädte nur ansatzweise vergleichbar. Voll mit Autos, laut, zeitweise sehr belastet mit Smog, der über Stunden in der Luft liegt und trotzdem an einigen Stellen eine wunderschöne Stadt. Eben aber auch eine, die zumindest eine gewisse Dankbarkeit dafür aufkommen lässt, zu Hause wie auch hier, nicht in einem Auto oder einer Blechhütte schlafen zu müssen. 


Foto © U. Smigalski

Tja und dann gibt es da noch die netten Herausforderungen dieser Stadt. Selbst Auto würde ich dort wohl nicht einen Meter fahren wollen. Ob es Verkehrsregeln gibt, erschließt sich mir nicht so wirklich. Auf jeden Fall geht es immer irgendwie voran, auch wenn es zu Stoßzeiten Ewigkeiten dauert. Ein Taxi zu bekommen, ist wegen der teilweise schlechten Straßen eine Herausforderung.
"Du bist in Festak oder du willst nach Festak? Dorthin fahre ich nicht, die Straßen sind zu schlecht". Na herzlichen Glückwunsch. Und nun? Mal ganz abgesehen davon, dass der Taxifahrer recht hat. Dafür gleicht das Hotel irgendwie fast einer Festung mit seinem Sicherheitspersonal. Zumindest ist es schon mal recht unwahrscheinlich, dass ich hier beklaut, entführt oder sonst was werde.




Perspektivenwechsel wollte ich haben, na nichts leichter als das. Also ich beschließe einen Park zu besuchen, weil er verspricht mir einen Einblick in eine exotische Tierwelt zu verschaffen. Die Affen sind auch wirklich exotisch. Dafür ist der Perspektivenwechsel diesmal ziemlich wörtlich zu nehmen. Es geht nämlich auf Hängebrücken über den Dschungel. Und das mit meiner Höhenangst. Na gute Nacht Marie. Und doch habe ich mich davon nicht abschrecken lassen. Also Lektion eins: frau schafft meistens weitaus mehr als frau denkt. Auch sich auf mehr als 30 Metern Höhe trotz Höhenangst durch den sich darunter befindlichen Dschungel zu hangeln. Wie man sieht hab ich's überlebt. Dieses Erlebnis sollte ich mir das nächste Mal gleich irgendwie in Erinnerung rufen, wenn mir jemand blöd kommt.


Foto © U. Smigalski

Derzeit ist noch keine Touristensaison hier, denn noch ist Regenzeit. Die meisten Touristen kommen im November, Dezember, Januar und Februar ins Land. Es ist also jetzt stellenweise eine "Rarität" in bestimmten Teilen der Stadt als weiße Frau unterwegs zu sein. Entsprechend muss ich mich daran gewöhnen mehr oder weniger verwundert angeschaut bzw. angestarrt zu werden. Lektion zwei: eigentlich mag ich das gar nicht, aber frau gewöhnt sich an alles. irgendwie ist das ja manchmal auch ganz nett auf ungewollte Art und Weise im Mittelpunkt zu stehen und Komplimente zu bekommen.



Foto © U. Smigalski


Ich bleibe noch eine Weile. Mal sehen welche Lektionen noch auf mich warten.



Montag, 5. August 2019

Fünf Fragen am Fünften - August 2019




*Werbung wegen Ortsnennung

Nachdem es hier ja lange ziemlich ruhig zuging, habe ich mir gedacht, ich starte heute mal mit den fünf Fragen am Fünften von luziapimpinella die mir bei einigen Bloggerkollegen bereits angenehm ins Auge gesprungen sind. Und da heute der 5. August ist, passt das doch bestens.


1. Wie oft beginnst du einen Satz mit "Als ich so alt war wie du....?
    Sehr selten, denn der Satz ist mir aus meiner Kindheit und Jugend noch sehr gut in Erinnerung und ich fand ihn ganz fürchterlich. Meinen Jungs habe ich diesen Satz so gut wie nie um die Ohren gehauen. Und auch da wo er heute landet sollte ich ihn künftig vielleicht mal überdenken oder zumindest nachhaken ob er eventuell nervt 😃


    Kitesurfing am Strand von St. Peter Ording


    2. Was war deine größte Dummheit?

    Da muss ich wirklich überlegen, denn wenn man sich für's Leben unter anderem ein Motto auf die Fahnen geschrieben hat, das da lautet "Ich bereue nichts im Leben außer dem was ich nicht getan habe" (Coco Chanel), gibt es nicht wirklich viel das ich als Dummheit bezeichnen würde. Bis auf eine klitzekleine Sache: Ich hätte mich seinerzeit auf einer privaten Sprachschule vielleicht nicht von der Angstmache einer Dozentin vor einer staatlichen Prüfung abhalten lassen sollen. Denn in diesem Land muss man ja bekanntlich jegliches Wissen mit irgendeiner staatlich abgelegten Prüfung belegen. Ob frau das erlernte Wissen dann auch wirklich umsetzen kann, interessiert letztendlich keine Sau.


    Wenn die Strandkörbe nicht ordentlich aufgestellt sind,
    ist es auch egal ob sie gut zu erkennen sind

    3. Kommst du immer zu früh, zu spät oder genau rechtzeitig?

    Bingo und ertappt. Bis auf wenige Ausnahmen komme ich meistens zu spät. Da uns Deutschen Pünktlichkeit ja als Tugend nachgesagt wird, bin ich eindeutig im falschen Land oder in der falschen Region geboren worden. Stundenlanges zu-spät-kommen ist nicht so mein Ding, aber bis zu 15 Minuten später kann es leicht schon mal werden. Da helfen auch alle möglichen Tricks nicht wirklich und wenn jemand hinter mir steht und mich antreibt, wird alles nur noch schlimmer. Bisher habe ich aber weder Busse, Züge oder Flugzeuge verpasst deswegen.


    Wasser und Grün - wie herrlich

    4. Mit wem verbringst du am liebsten deinen freien Tag?

    Da fällt mir als erstes mein Hund Rocky ein. Mit ihm durch die Landschaft zu streifen, macht den Kopf so richtig frei. Mit meiner Enkeltochter kann ich selbst wieder so richtig zum Kind werden und unheimlich viel Unsinn machen. Ja und dann sind da noch die Zeiten in denen es wichtig ist zu sehen, wo stehe ich denn, wo will ich hin und was ist mir wirklich wichtig im Leben. Dazu braucht es dann freie Tage, die ich am liebsten mit mir selbst und einem Spiegel verbringe, der mir soviel über mich selbst erzählen kann. Die Tage an denen ich Zeit mit den Mädels aus dem Bloggernetzwerk verbringe sind immer einzigartig und sie alle zählen daher ebenfalls zu den Menschen mit denen ich am liebsten einen freien Tag verbringe.


    Letztes Bloggertreffen in München (Foto T. Kersting)

    5. Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?

    Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Entweder habe ich nicht so viele legendäre Feste gefeiert oder ich kann mich an kein herausragendes erinnern. Ziemlich einzigartig war auf jeden Fall ein Trip in die Schweiz um dort mit Freunden in Interlaken den Nationalfeiertag zu verbringen. Für mich muss es nicht immer die große und laute Partie sein. Ein Feuerwerk, Feuer und die dazu passende Musik packen mich emotional viel mehr als eine durchtanzte Nacht mit 100 Leuten. Big Parties waren noch nie so mein Ding. Ich mags lieber klein und gemütlich.

    Das waren meine Antworten auf die "Fünf Fragen am Fünften".

    Ich wünsche euch einen wunderschönen August.

    Liebe Grüße

    Ursula