Sonntag, 31. März 2019

Ü30blogger & friends sightseeing Reisetipps aus meiner Heimat


*Werbung wegen Orts- und Namensnennung

Heute geht es bei den Ü30Bloggern unter der Patenschaft von Sabine Ingerl um Reisetipps aus der Heimat deren Patin Sabine Ingerl ist.

In meiner Wahlheimat Landsberg am Lech gibt es für mich einen ganz besonderen Ort, der mich immer wieder zum Energie auftanken und entspannen einlädt. Dabei handelt es sich um die sogenannte Teufelsküche, einen sagenumwobenen Ort an dem es ein gleichnamiges Lokal gibt.




Die Teufelsküche liegt im Naherholungsgebiet Pössinger Au und ist von zwei Seiten aus zu erreichen. Einmal durch den Wildpark, der eigentlich fast im Stadtzentrum beginnt. Von dort aus ist es ein längerer Spaziergang zur Teufelsküche, der an einem Wildpark und einer Kneippanlage vorbei führt. Oder von Pitzling kommend aus, ist die Teufelsküche auf einer kürzeren Strecke zu erreichen.



Entsprechend einer Sage soll dort eine alte Frau, die als Hexe angesehen wurde, aus ihrem Grab verschwunden sein und nur einen Kohlehaufen zurück gelassen haben. Diese Kohlen haben die Einwohner der Stadt  bei der Teufelsküche ins Wasser geschüttet. Angeblich sind die Kohlen von selbst in Brand geraten und daher ist der Rauch und der Qualm in der Nacht immer noch  über der Teufelsküche zu sehen.



Der Weg zur Teufelsküche führt am Lech entlang und bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Fluss.


Einen Teil des Trinkwassers bezieht die Stadt Landsberg aus der Teufelsküche.




Rundherum gibt es sehr viel grün und eben auch Wasser. Bei schönem Wetter kann man von der Terrasse des gleichnamig benannten Cafés aus einen einmaligen Ausblick auf den Lech genießen.




Wer einen Besuch in Landsberg am Lech plant, sollte auf jeden Fall auch in der Teufelsküche vorbei schauen.

Schaut doch auch mal bei den anderen Teilnehmern der Aktion vorbei. Bestimmt gibt es auch dort traumhafte Ausflugsziele zu entdecken.

http://www.inlinkz.com/new/view.php?id=817806

Freitag, 15. März 2019

Stürmische Zeiten - Wenn plötzlich alles anders ist


*Werbung wegen Verlinkung

Hier war lange Sendepause. Und das von jetzt auf gleich. Geplant war das so nicht. Da anzuknüpfen, wo ich aufgehört habe, ist gar nicht so leicht. Denn auch ohne den Blog zu bedienen ist viel passiert in der Zwischenzeit. Vieles ist dabei sich neu zu ordnen. 

Obwohl sich eine Veränderung im Hauptjob schon länger angekündigt hat und so eigentlich auch gewünscht war, ging es dann plötzlich sehr schnell und wie immer im Leben kam vieles anders als gedacht. 
Meine Tage sind in der Regel noch immer sehr angefüllt damit sich altes Wissen wieder anzueignen und für die neue Situation Strukturen zu finden und zu erarbeiten. Selbstverständlich kommt auch eine Menge Neues dazu. So ist der Kopf am Abend in der Regel ziemlich voll. Mich jetzt noch einmal so ziemlich neu erfinden und mich einer solchen Herausforderung stellen zu dürfen, erfüllt mich mit einer unheimlichen Freude. Auch wenn das mein Leben gerade ziemlich auf den Kopf stellt.

Wie genau ich mich dabei in mein Netzwerk integrieren und Ideen für Blogbeiträge finden soll, habe ich noch nicht herausgefunden. Fest steht lediglich, das ich wieder schreiben möchte. Und weil Musik für mich alles gleich einen Tick leichter macht, hier mein Motto für die nächste Zeit: Unbreakable


Deshalb drückt mir doch bitte alle die Daumen für ein gutes Gelingen mit dem Neustart.

Vielen Dank!








Montag, 15. Oktober 2018

Vernetzt in einen wunderschönen Herbst

Kunst und Kürbis Foto © U. Smigalski

*Werbung wegen Verlinkung

Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Thema hier im Blog überhaupt aufgreifen soll, weil es doch sehr persönlich ist. Da es überraschend viele Betroffenen gibt, die ganz unterschiedliche Erfahrungen machen, möchte ich heute darüber informieren.

Vor einiger Zeit wurde bei mir eher durch Zufall eine *Rektusdiastase diagnostiziert und es bestand der Verdacht auf einen Bauchwandbruch. Vorher bin ich eine ganze Weile damit durch die Gegend gelaufen. In gesundheitlicher Hinsicht fand ich einige Dinge zwar komisch, habe sie aber auf das Gewicht zurück geführt, das ich in den letzten Jahren zugelegt habe. Mein Hausarzt war da etwas anderer Meinung und schickte mich zur genaueren Diagnose zum Chirurgen, um abzuklären ob bald eine Operation nötig wäre. Ich war vollkommen entsetzt und erklärte ihm, das eine Operation für mich überhaupt nicht in Frage käme. Bevor ich fortfahre, ist es mir wichtig zu erklären, warum ich mich überhaupt dazu entschlossen habe, hier darüber zu schreiben:

In Deutschland werden pro Jahr mehr als 350.000 Operationen aufgrund von Weichteilbrüchen durchgeführt. Dazu zählen unter anderem Nabel-, Narben- und Leistenbrüche. Dies ist eine relativ große Zahl und wie ich selbst festgestellt habe, kann es theoretisch jeden treffen. Davon gehört zu haben und informiert zu sein, ist gut und wichtig, damit man die Möglichkeit hat, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen.

Weshalb rät man bei Hernien (das ist der medizinische Fachbegriff für diese Art von Brüchen) überhaupt zur Operation? Oder besser gesagt, weshalb habe ich mich trotz anfänglichem Widerstand dann doch relativ schnell zur Operation entschlossen? Wie schon beschrieben, war es ja lange Zeit so, das meine Beschwerden relativ unspezifisch waren und mich nicht unbedingt veranlasst haben zum Arzt zu gehen. Bei Hernien kann das allerdings durchaus auch gefährlich werden, da sich im Bruch Organteile (hauptsächlich vom Darm) einklemmen können. Dadurch kann dann eine Notoperation unabdingbar sein, weil dies eine lebensbedrohliche Situation darstellt. Mit der Zeit vergrößert sich die Bruchstelle und die Gefahr einer Einklemmung erhöht sich entsprechend.


Spaziergang mit dem Hund bei Bilderbuchwetter im Oktober Foto © U. Smigalski

Vielleicht fragt ihr euch inzwischen längst was denn eigentlich der Posttitel mit dem Inhalt zu tun hat. Nun, einige Patienten werden bei der Operation der Hernie mit einem Netz versorgt um einem Rezidiv (Wiederholungsbruch) vorzubeugen. Ein solches Netz wurde mir bei der Operation eingesetzt und daher laufe ich seit einiger Zeit vernetzt durch die Gegend 😉.

Wie kann sich so ein Bruch bemerkbar machen? Zunächst einmal fand ich es irgendwie schon komisch, dass egal in welcher Form ich mich sportlich betätigte, mir ziemlich schnell ziemlich übel wurde. Und das sogar bei relativ schonenden Yogaübungen. Ob Reha Sport, Yoga oder Rad fahren,  die Übelkeit beim Sport wurde immer schlimmer und es dauerte immer länger bis sie wieder verschwand. Irgendwann war mir dann ohne Sport schon morgens so schlecht, das ich mich überhaupt nicht getraut habe etwas zu essen. Um abzuklären ob ich mir vielleicht einen Virus eingefangen habe, bin ich dann endlich zum Arzt gegangen.

Eine Bekannte, die ebenfalls betroffen ist, hat bei einer sehr starken Erkältung während eines schlimmen Hustenanfalls bemerkt, "das da irgendwie was gerissen ist". An etwas derartiges kann ich mich bei mir nicht erinnern.

Im world wide web habe ich versucht so viele Informationen wie möglich zum Thema  zu bekommen. Denn der Gedanke an eine OP hat auch weiterhin nicht gerade Begeisterungsstürme in mir ausgelöst. Nachdem mir ein Arzt in einer chirurgischen Praxis zunächst zu einem minimal invasiven Verfahren geraten hat, habe ich meine Entscheidung durch den Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe noch einmal überdacht. Dieser Kontakt und eine erneute Recherche bestärkten mich darin, mir bei einem anderen Chirurgen eine zweite Meinung einzuholen. Dort wurde ich sehr ausführlich über zwei unterschiedliche Verfahren sowie deren Nutzen und Risiken informiert. Durch die gründliche und ausführliche Information fasste ich sofort Vertrauen zu dem Arzt und vereinbarte daher auch gleich einen OP Termin. Dazu beigetragen hat sicher auch, dass er einem Verband von Ärzten angeschlossen ist, dessen Mitglieder sich regelmäßig speziell über die Verfahren bei Hernien OP's auf Fachkongressen austauschen.

Heute ist die Operation 3 Wochen her und ich würde jederzeit wieder dieses Verfahren, diesen Arzt und diese Klinik wählen, weil ich mich dort gut betreut und aufgehoben gefühlt habe. Vor einer Woche hatte ich meinen ersten Arbeitstag (zwei Wochen nach der OP). Zu behaupten das das am Anfang keine ziemliche Herausforderung war, wäre gelogen.


Sonnenuntergang nach einem wunderschönen Herbsttag Foto © U. Smigalski
 
Auch wenn ich durch das wunderschöne Herbstwetter nach der Entlassung aus dem Krankenhaus häufig die Möglichkeit genutzt habe, mich viel zu bewegen (auf anraten des Arztes), stellt die Kombination von Arbeitstag und Alltag nach einer OP noch mal ganz andere Herausforderungen dar (aus der Klinik entlassen wurde ich bereits nach 4 Tagen). Es war allerdings meine eigene Entscheidung, nach 2 Wochen wieder das Arbeiten zu beginnen, die ich aus heutiger Sicht vielleicht etwas verfrüht getroffen habe.

Abschließend - lange Rede, kurzer Sinn - möchte ich euch folgendes mit auf den Weg geben:


  • wenn euch hinsichtlich eurer Leistungsfähigkeit oder sonstigen gesundheitlichen Dingen etwas auffällt, geht so bald wie möglich zum Arzt
  • falls ihr bei Behandlungs- oder Operationsmethoden zu denen euch geraten wird, ein komisches Gefühl habt, recherchiert selbst nach anderen Möglichkeiten, wenn sie euch nicht angeboten oder erklärt werden
  • fragt bei Ärzten zu allem was euch auf der Seele brennt nach
  • holt euch möglichst eine zweite Meinung ein
  • habt keine Scheu eine andere Entscheidung zu treffen und auch bei den Risiken genauer nachzufragen
  • denkt immer daran: es geht um euch und um euren Körper. Ihr müsst mit den Konsequenzen leben und nicht der behandelnde Arzt
  • vertraut darauf, dass es durchaus Ärzte gibt, die bereit sind einem mündigen Patienten auf Augenhöhe zu begegnen

Im Moment verunsichert es mich noch etwas, das ich solange gebraucht habe, bis ich meinem Körpergefühl gefolgt bin. Trotzdem bin ich sehr dankbar dafür, einen so guten und verantwortungsvollen Arzt gefunden zu haben. Ohne ständige Übelkeit und bei traumhaftem Wetter, kann ich mein Leben inzwischen schon fast wieder ohne Einschränkungen genießen. Und morgen mache ich meine erste kleine Tour auf dem Fahrrad.

Bleibt gesund meine lieben Leser (Ausspruch inspiriert von Sunny 😊)

*Rektusdiastase = Auseinanderstehen der gerade Bauchmuskeln im Bereich der linea alba. Der Spalt
                               ist meist am Nabel am stärksten ausgeprägt.


Seit ihr auch manchmal Meister darin nicht gleich auf euer Körpergefühl zu hören? 

Montag, 8. Oktober 2018

Als "Greenhorn" in den Bergen

Blick auf den Spiegelsee von der Bergstation Fulseck  Foto © U. Smigalski

*Werbung ohne Entgeld wegen Orts- und Namensnennung

Eine Fahrt mit der Bergbahn in die Berge liegt bei mir schon lange zurück. Sehr lange - mehr als 4 Jahrzehnte. Obwohl sich in dieser Zeit bei mir zumindest eine leichte Höhenangst eingeschlichen hat, war es mein Wunsch mir gewisse Dinge beim nächsten Besuch im Gasteiner Tal mal anzusehen. Was man da so an geeignetem Equipment im Gepäck haben sollte, darüber habe ich bzw. wir uns nicht so wirklich Gedanken gemacht. Und daher natürlich auch "Google" erst dann befragt, als die ersten Fehler schon gemacht waren.


Am Spiegelsee Foto © U. Smigalski 

Als "Greenhorn" in den Bergen ist es zunächst einmal sowieso eine blöde Idee "mal eben" auf einen Gipfel zu fahren um sich gewisse Dinge anzuschauen. Und als untrainierter Mensch eigentlich erst recht. Am besten kommt man da auch gar nicht auf die Idee sich an den auf den Hinweisschildern angegebenen Auf- und Abstiegszeiten zu orientieren.

Die Fahrt in einem Kabinenlift zur Bergstation Fulseck war trotz Höhenangst relativ unproblematisch. Der Abstieg zum Spiegelsee dagegen schon eine kleine Herausforderung, denn es ging stetig bergab. Der mitgenommene Nordic Walking Schuh war dafür einigermaßen gut geeignet, besser wäre allerdings wahrscheinlich ein halbhoher Bergschuh gewesen. Nach dem Spaziergang um den Spiegelsee war meine Idee wieder zur Bergstation aufzusteigen, um mit dem Lift zurück ins Tal zu fahren. Göga war da allerdings anderer Meinung: Es sei doch viel näher zur Zwischenstation und man brauche ja laut Wegweiser auch nur 50 Minuten. Von wegen - ein Abstieg ist viel anstrengender als ein Aufstieg und aus den ausgewiesenen 50 Minuten wurden bei uns locker 2 Stunden. Wobei der Hund noch viel schneller war als wir (weil an der Leine war auch unser Tempo vermutlich schneller als es sonst gewesen wäre). Das Wetter war wunderschön, damit wahrscheinlich allerdings nicht das optimalste für eine Bergwanderung, zumindest nicht in der Mittagszeit. Auch wenn ich schon fast nicht mehr daran geglaubt habe, irgendwann kamen wir dann doch an der Mittelstation an. Sogar noch zeitig genug um uns dort einen Eiskaffee zu gönnen ohne das wir Gefahr liefen, die letzte Bahn ins Tal zu verpassen.

Für den Ausblick haben sich die Strapazen gelohnt Foto © U. Smigalski

Da Seilbahnfahrten mit einer Kombikarte günstiger waren, haben wir eine gekauft mit der es am nächsten Tag trotz heftigem Muskelkater gleich auf den nächsten Berg ging. Diesmal allerdings mit einem Sessellift. Der Hund fand die Fahrt eindeutig entspannter als in der Kabine. Die Auffahrt konnte ich trotz Höhenangst noch einigermaßen genießen. Weil ich so gerne zum Zirbenweg wollte, ging kein Weg daran vorbei, mit dem Sessellift nach oben zu fahren. Und auch die Talfahrt habe ich unbeschadet überlebt. Der Duft nach den Zirben und der Ausblick ins Tal waren einmalig. Manchmal lohnt sich der Versuch für ein gesetztes Ziel über seinen Schatten zu springen eben doch 😊.


Ausblick vom Zirbenweg ins Tal Foto © U. Smigalski

Das Wetter war auch an diesem Tag wunderschön. Es war sogar noch wärmer als am Tag davor. Göga hat an dem Tag seine Bergwanderstiefel getragen und darin eindeutig mehr Halt gehabt als Tags zuvor in seinen ganz normalen Turnschuhen. Was wir aus den beiden Ausflügen in die Bergwelt gelernt haben: es ist möglich mit einem minimalen Equipment einen solchen Ausflug zu machen. Mit der entsprechenden Outdoor- oder Trekkingausrüstung ist es ganz sicher bequemer.


Herrlicher Blick auf Bäume und Berge am Zirbenweg Foto © U. Smigalski

Unsere Minimalausrüstung bestand aus:

  • Rucksack
  • Wander- oder Nordic Walking Schuhen
  • Karte
  • Sportshirt
  • Trinkflasche
  • Kappe als Kopfbedeckung
  • Ausflugskarte
  • Handy

Minimalausrüstung für einen Ausflug in die Berge



Eine komfortable Ausrüstung für eine Bergtour beinhaltet folgendes:
  • gutes Schuhwerk (möglichst Bergschuhe für besseren Halt)
  • Sportshirt und ein weiteres als Wechselkleidung im Rucksack
  • Trekking- oder Outdoorhose im Sommer möglichst mit einem Zippsystem das die Hose kürzt oder verlängert
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • eine Regenjacke
  • einen Rucksack mit ausreichend Stauraum für die benötigten Utensilien
  • eine weitere Hose als Wechselkleidung
  • eine detaillierte Ausflugskarte
  • Proviant
  • eine Trinkflasche in der sich die Getränke nicht durch die Sonne erwärmen
  • Wanderstöcke
  • Handy
  • Blasenpflaster
  • kleine Erste Hilfe Ausstattung für Wandertouren
  • leichte Kopfbedeckung unter der man nicht so sehr schwitzt

Noch professioneller ist es zusätzlich ein Taschenmesser und eine Taschenlampe mitzunehmen.

Zum Thema Wanderstöcke möchte ich hier noch kurz etwas anmerken: In vielen Köpfen schwirrt die Idee, das Wanderstöcke nur etwas für alte Leute sind. Aus unserer Erfahrung und vielen Gesprächen, die wir mit Leuten dort in den Bergen geführt haben, ist das vollkommener Quatsch. Wanderstöcke wären uns sowohl beim Abstieg als auch auf den ziemlich verwurzelten Wegen auf dem Zirbenweg eine gute Unterstützung gewesen. Bedauerlicherweise haben wir uns beide Male entschieden unsere Nordic Walking Stöcke im Auto zu lassen. Das war ein Fehler. Die Nordic Walking Stöcke wären zwar vielleicht nicht die optimalste Unterstützung gewesen, aber immer noch besser als gar keine.

Seit Ihr auch "Greenhorn" in den Bergen oder schon eher Profimäßig unterwegs?

Sonntag, 30. September 2018

Ü30Blogger & friends: Zitate die inspirieren und motivieren



Claudia von Claudias Welt ist Patin der Bloggeraktion der Ü30Blogger & friends für September mit dem Motto "Zitate die inspirieren und motivieren".

Wie bei jedem Thema können auch hier die Meinungen unterschiedlich sein. Und entweder man kann sich für Zitate erwärmen und begeistern oder eben nicht. Daher passt dieses gleich gut als Einstieg:

"Denn an sich ist nichts weder gut noch schlimm, das Denken macht es erst dazu" (William Shakespeare, Hamlet)

Meine Passion für Zitate habe ich vor vielen Jahren aus einem weniger angenehmen Anlass entdeckt. In einer sorgenvollen Zeit mit vielen Rückschlägen und Ärgernissen war ich in einer Buchhandlung. Die Dame dort hat mir ein Buch empfohlen, das mich sowohl inspiriert als auch motiviert hat. Ja eigentlich hat es nach und nach meine damalige Weltsicht auf den Kopf gestellt und mich dabei unterstützt, die schönen Dingen im Leben (wieder) mehr in den Fokus zu rücken. Das Buch habe ich noch heute. Allein der Titel klingt schon sehr vielversprechend. Es heißt "Sorge dich nicht - lebe!" (Werbung) und genau so ist es. Statt uns ständig Gedanken über Dinge zu machen, die wahrscheinlich nie eintreten, ist es viel sinnvoller den gegenwärtigen Augenblick zu genießen. So einige "Aha Erlebnisse" aus dem Buch waren daher auch in den letzten Wochen, in denen einfach vieles nicht so lief wie geplant, eine gute Unterstützung. Hier als Beispiel ein Zitat aus dem Buch:

"Wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus"  (R. Becker)


Sorge dich nicht - lebe! (Foto © U. Smigalski)

Eigentlich habe ich Zitate bereits in meiner Kindheit kennengelernt. Denn ein Poesiealbum hatte zu der Zeit jedes Mädchen. Meine damalige Klassenlehrerin hat mir damals folgendes mit auf den Weg gegeben:

"Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst"  (Matthias Claudius)

Doch nicht alle Lebensweisheiten, die einem als junger Mensch so aufgetischt wurden, waren nur von inspirierendem Charakter. Im Grundschulalter hatte ich Freude daran, Schlager nachzupfeifen. Darauf durfte ich mir von einer Tante dann mal folgendes anhören:

"Mädchen die pfeifen und Hähnen die krähen, denen sollte man beizeiten den Hals umdrehen"

Mein Hals wurde zwar nicht umgedreht, meine Motivation zu pfeifen war allerdings insbesondere in Gegenwart der Tante dahin. Auf jeden Fall habe ich mich lange Zeit gefragt, warum eigentlich nur Mädchen die pfeifen der Hals umgedreht werden soll. In einer gleichberechtigten Gesellschaft sollte doch gleiches Recht für alle gelten 😉.

Ein schöner Tag (Foto © U. Smigalski)

Für die meisten ist das Leben keine konstante Gerade sondern etwas das sich mathematisch wahrscheinlich wellenförmig darstellen würde. Wenn mal wieder ein Tief angesagt ist und alles Grau in Grau erscheint, dann ist zumindest folgendes Zitat ein Lichtblick für mich:

"Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden" (Mark Twain)



So mancher wird sich sicher fragen, wie es überhaupt möglich ist, sich von den schlauen Weisheiten anderer inspirieren oder gar motivieren zu lassen. Unser Verstand, der uns oft in vielfältiger Weise eine große Hilfe sein kann, kann manchmal ein ebenso großes Hindernis darstellen. Denn er zerpflückt und hinterfragt mitunter alles und jedes. Oft landen dann Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem Topf. Da kann schon mal ein ziemliches Wirrwarr entstehen. Ein allgemein gültiges Patentrezept um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, gibt es vermutlich nicht. Denn jeder als eigenständiges Individuum findet im Laufe seines Lebens vieles was inspiriert und motiviert. Wer dabei stets die nötige Gelassenheit aufbringt und sich nicht aus dem Konzept bringen lässt, kann sicher auf Zitate gut verzichten. Mich bringen sie als "Erinnerungshilfe" oft dahin zurück, das Wesentliche im Leben im Blickwinkel zu behalten.


Foto © U. Smigalski

"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."  

Auf jeden Fall gilt bei Zitaten, genauso wie bei vielen anderen schriftlich niedergelegten Dingen im Leben:

"In der Kürze liegt die Würze"

Ich bin gespannt, was den anderen Ü30Bloggern & friends dazu eingefallen ist:








Sonntag, 16. September 2018

Zwangspause - PC out of order

Liebe Blogleser,

manch einer mag sich vielleicht schon gewundert haben, wo ich denn abgeblieben bin, bzw. in welche Versenkung es mich getrieben hat. Nun, nicht ich bin in der Versenkung gelandet sondern mehr oder weniger mein schon etwas in die Jahre gekommener PC. Der ist seit einiger Zeit für das Bloggen nicht mehr zu nutzen. Das Tablet eignet sich zwar für ein kurzes Statement zu mehr nun aber auch wirklich nicht. Auch um auf anderen Blogs zu kommentieren, ist es ziemlich ungeeignet.

Der PC befindet sich in der Reparatur und sobald er wieder flott ist, gibt es auch wieder Beiträge auf dem Blog. 

Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit und bleibt mir gesund (geklaut von Sunny 😉).

Sonntag, 2. September 2018

Filmtipp: Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes


*Werbung ohne Auftrag


Schon länger habe ich keinen Filmtipp in der Rubrik Kino mehr veröffentlicht. Das lag weniger an nicht vorhandenem Material. Doch auch wenn man mehr oder weniger an der Quelle sitzt, garantiert dies noch längst nicht immer den Besuch von vielen Filmen. 

Bereits im Januar wurde die Dokumentation auf der Filmwoche in München vorgestellt. Doch erst jetzt nachdem sie schon eine Weile gespielt wurde, habe ich sie angeschaut. Das sagt der Verleih darüber:

Der neue Dokumentarfilm von Wim Wenders ist eine persönliche Reise mit Papst Franziskus und nicht so sehr ein Film über ihn. Im Zentrum dieses Porträts stehen die Gedanken des Papstes, alle ihm wichtigen Themen, aktuelle Fragen zu globalen Herausforderungen und sein Reformbestreben innerhalb der Kirche. Das visuelle Konzept des Filmes lässt den Zuschauer mit dem Papst von Angesicht zu Angesicht sein. Ein Gespräch zwischen ihm und - im wahrsten Sinne - der Welt entsteht. Papst Franziskus teilt seine Vision einer Kirche, die von tiefer Sorge um die Armen geprägt ist, spricht über Umweltfragen, soziale Gerechtigkeit und sein Engagement für Frieden an den Kriegsschauplätzen dieser Welt und zwischen den Weltreligionen. Es ist ein Film entstanden, der uns in einer Zeit, in der das Misstrauen gegenüber Politikern groß ist und in der Lügen, Korruption und "alternative Fakten" unser Leben bestimmen, einen Mann nahebringt, der lebt, was er predigt, und dem die Menschen aller Glaubensrichtungen, aus aller Welt und aus unterschiedlichsten Kulturen ihr Vertrauen schenken. (Quelle: Verleih)


Weshalb ist er aus meiner Sicht sehenswert? Er zeigt einen Papst der sich mit den Problemen in der Welt auseinander setzt und zu ihnen Stellung bezieht. Papst Franziskus ist mit hoher Wahrscheinlichkeit bei den katholischen Bischöfen sehr umstritten und teilweise sicher auch unbeliebt, weil er Erneuerungen in der Kirche anstrebt. Den großen Anteil an Armut auf der Welt empfindet er als Skandal. Auch in den Umgang mit der Umwelt mischt er sich ein. Den Waffenhandel verurteilt er auf's Schärfste, weil er den Menschen soviel Leid beschert.

Obwohl ich weder katholisch bin noch häufig in die Kirche gehe, beeindruckt mich dieser Papst, der sich den Dingen im Sinne des heiligen Franziskus verschreibt. Auch wenn seine Lösungen vielen als Banalitäten anmuten, sind eben die einfachen Lösungen oft die besten. 


Welcher Film hat bei dir in letzter Zeit einen besonderen Eindruck hinterlassen?