Freitag, 1. Mai 2020

Gedankenflut und was ich dagegen mache


*Werbung wegen Produktnennung

In der Regel erzählt uns unser Kopf ab da wo wir am Morgen die Augen öffnen, bis wir sie am Abend wieder schließen, eine Menge Geschichten. Diese sind in schwierigen Zeiten nicht immer unbedingt hilfreich, denn der Inhalt kann manchmal ziemlich unangenehm sein.

In fernöstlichen Ländern versucht man dieses Gedankenkarussell durch regelmäßige meditative Übungen erst gar nicht entstehen zu lassen. In vielen meditativen Richtungen sitzen die Übenden daher über einen längeren Zeitraum in einer bestimmten Position um ihre Aufmerksamkeit auf Atem,  Gedanken oder andere Meditationsobjekte zu richten. Meditation hat viele Effekte. Das Nervensystem wird beruhigt; Immunsystem, Konzentrationsfähigkeit und Kreativität werden gestärkt und sie hilft gegen Depressionen und Bluthochdruck. Ohne Kurs oder Lehrer damit zu beginnen ist allerdings nicht so ganz einfach.

In unruhigen Zeiten wie dieser, ist Meditation für mich sehr hilfreich. Sie unterstützt mich dabei Angst und Panik erst gar nicht in größerem Maße aufkommen zu lassen. Auf der Suche nach Material was mich in meiner Praxis angepasst an die westliche Welt gut unterstützen kann, bin ich auf die Meditations Box von Ulrich Hoffmann gestoßen.




Vorteilhaft finde ich daran, dass die Meditationen sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eignen. Die Box enthält 49 Karten, ein Anleitungsheft und einen Kartenaufsteller aus Holz. Die Karten sind in vier Farbkategorien aufteilt: gelb, grün, violett und blau.



Die gelben Karten geben dabei die Dauer der Meditation vor. Diese kann ganz unterschiedlich sein z. B. wie hier abgebildet 50 Atemzüge. Die Anleitung dazu ist genau auf der Karte vermerkt. Es können auch 10 oder 15 Atemzüge sein; 10 oder 15 Minuten oder nach Gefühl. Die Karte für die Dauer wird als erstes gezogen.



Die grünen Karten schlagen eine Form vor. Im Beispiel geht es um Geräusche. Es könnte auch um Gedanken, ein Mantra, Farben oder einen See gehen. Die Anleitung ist auch hier wieder der Karte zu entnehmen. Eine grüne Karte wird in der Regel als zweites gezogen.



In der violetten Kategorie geht es um ein Thema, im Beispiel um die Wahrheit. Es könnte auch Gelassenheit, der Alltag, Heilung oder Liebe sein. Die Anleitung befindet sich wieder auf der Karte.



Auf den blauen Karten befindet sich eine Aufgabe. Im Beispiel Fragen helfen. Es kann sich auch um andere Themen handeln wie: Zeit spenden, Buchbotschaft, Online Kompliment oder Lieblingssong. Die Aufgabe ist ebenfalls wieder auf der Karte beschrieben.



Den in der Box enthaltenen Kartenständer finde ich sehr praktisch. Er bietet die Möglichkeit, die Karte und die Anleitung dazu bei Bedarf noch einmal nachzulesen.

Die Meditations Box ist schon alleine deshalb sehr vorteilhaft, weil damit die Praxis sehr individuell gestaltet werden kann. Trotz täglicher Anwendung wird die Routine nicht langweilig, weil sie immer ein anderes Gesicht erhält. Das macht es einfacher dranzubleiben ohne das Interesse oder den Spaß daran zu verlieren.

Meditation in dieser abwechslungsreichen Form ist ganz sicher nur eine von vielen Möglichkeiten, die Gedankenflut etwas einzudämmen. Für mich in unseren Breitengraden durchaus eine, die ich gerne anwende.

Derzeit ist die Box leider nicht mehr lieferbar. Ich werde mich allerdings beim Verlag erkundigen, ob sie wieder ins Programm aufgenommen wird.

Ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende und bleibt gesund


Kommentare:

  1. Klingt auf alle Fälle interessant von Idee und Umsetzung. Bisher habe ich da ganz ähnliche Ideen gehabt, die ich im Bedarfsfall einsetzte. Obwohl ich es nicht Meditiation nennen würde.
    BG Sunny

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Sunny. Meditation im klassischen Sinne schaut ganz sicher etwas anders aus. Allerdings finde ich es immer gut, wenn Dinge so an die jeweilige Kultur angepasst sind, dass sie sich einfach in den Alltag integrieren lassen.
      BG Ursula

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  2. Ich bin super interessiert an dieser Box, bitte sag mir, ob sie wieder ins Programm aufgenommen wird! Wenn ich ehrlich bin, ich habe abschalten und entspannen im Moment dringend nötig! Danke fürs Vorstellen!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Claudia. Gerne gebe ich die Info an dich weiter, ob und wann die Box wieder ins Verlagsprogramm aufgenommen wird.
      Liebe Grüße
      Ursula

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  3. Meditieren, um das negative "Gedankenkarussell" zu stoppen oder zumindest zu minimieren, ist einfach das Beste! Was ich auch mag, sind "geführte Meditationen", also als Podcast o.ä. Erstaunlicherweise bin ich aber gerade eh entspannt wie lange nicht mehr, und schlafe nachts wie ein Stein... keine Ahnung, wieso :-))) Bin sehr dankbar dafür...
    Liebe Grüße, Maren

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Maren. "Geführte Meditationen" als Podcast habe ich ehrlich gesagt noch nicht getestet und was das Schlafen betrifft, da bin ich auch gerade eher tiefenentspannt und hab keine Probleme damit.
      Liebe Grüße
      Ursula

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  4. Mit Meditation bin ich zum ersten Mal mit 18 Jahren in Berührung gekommen. Damals fand ich sie eher albern - kein Wunder, wir waren lauter 18-Jährige auf einer Kursfahrt und unsere Deutschlehrerin meditierte mit uns. Aber sie wirkt, wie ich Jahre später festgestellt habe. Meine Gedankenflut habe ich im Normalfall sehr gut im Griff, auch ohne Meditation. Aber wenn es wirklich dicke kommt, dann ist meditieren sehr hilfreich.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Fran. Mit 18 Jahren finden die meisten Meditation vermutlich ziemlich albern oder sie findet auf andere Art und Weise statt. Denn Tanzen oder sich in Musik zu verlieren, kann ja ebenfalls einen meditativen Charakter haben.
      Liebe Grüße
      Ursula

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  5. Liebe Ursula,
    gut, dass Du etwas gefunden hast, das Dich ausgleicht. Ich kann mir vorstellen, wie es funktioniert, habe aber keine Erfahrung mit Meditation. Mit Abschalten schon, ganz ähnliches passiert, wenn ich durch den Wald gehe. Zunächst ist, was mich gedanklich beschäftigt noch präsent, nimmt aber, wenn ich mich auf die Umgebung, auf den Weg, auf die Gerüche und Geräusche fokusiere, bald keinen Raum mehr ein. Wenn ich mein Gedankenkarusell in eine bestimmte Richtung lenken will, hilft mir, etwas mit den Händen zu machen, Unkraut jäten, Gemüse schnippseln.
    Ich wünsch Dir einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  6. Vielen Dank für deinen Kommentar liebe Sabine. Spaziergänge im Wald sind im Moment ja gerade als "Waldbaden" zur Entspannung sehr in aller Munde. Aus meiner Sicht ist es ganz individuell eine Möglichkeit zu finden, wie man entspannt oder dem Gedankenkarusell entkommen kann.
    Liebe Grüße
    Ursula

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  7. Habe mir einen neuen Schrank vom Schreiner Nürnberg besorgt und bringe dort nun meine neuen Bücher unter :)

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  8. Der Text ist toll. Was man gegen Gedanken machen kann überlege ich auch immer wieder.

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  9. Vielen Dank für den Kommentar liebe/r unbekannte/r Leser und liebe Grüße Ursula

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