Dienstag, 14. November 2017

Freiheit hat stets einen Preis


Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

              (Jean Jacques Rousseau)


Schneebedeckte Berge im Gasteiner Tal

In großer Entfernung zu seinem Geburtsort und somit der Ursprungsfamilie zu leben hat, wie wohl alles im Leben, seine Vor- und auch seine Nachteile. Ein Leben ganz unbeeinflusst von den Meinungen der Menschen mit denen man familiär verbandelt ist zu führen, bringt viel Freiheit mit sich. Daran Entscheidungen ohne Ratschläge und die Erfahrungen der älteren Generation zu treffen, gewöhnt man sich schnell. Denn in der Verantwortung für diese Entscheidungen ist man sowieso stets selbst. Dessen das räumliche Entfernung mit den Jahren auch einen gewissen Grad an emotionaler Entfernung mit sich bringt, ist man sich weniger bewusst. Doch damit gilt es sich mit der Zeit zu arrangieren.

Trotz allem Für und Wider würde ich die Entscheidung 600 km von meinem Heimatort wegzuziehen, jederzeit wieder so treffen. Denn für mich bedeutet zu Hause der Ort an dem ich im Moment lebe. Der Preis für meine Freiheit ist der, dass es von meiner Ursprungsfamilie (Eltern und Geschwister) nur noch mich gibt. Als sogenannter Nachzügler war irgendwann klar, dass die Wahrscheinlichkeit das meine Eltern meinen 50. Geburtstag miterleben, relativ gering ist. Doch damit, dass mein Vater nicht einmal bis zu meinem 10. Geburtstag leben würde, hatte wohl niemand gerechnet. Gleichaltrige haben meine Eltern oft für meine Großeltern gehalten und das hätten sie vom Alter her durchaus sein können. Ist meine älteste Nichte doch gerade mal 9 Monate jünger als ich.

Sich von seinem Heimatort zu verabschieden, wenn die Eltern schon nicht mehr da sind, fällt nicht ganz so schwer. Bei meinem Mann war und ist das anders. Wirklich kompliziert und schwierig wird es, wenn ein Elternteil nicht mehr ganz so fit ist. Und so nehmen wir seit geraumer Zeit allabendlich telefonisch Anteil daran, wie es denn gesundheitlich um einen Elternteil meines Mannes so bestellt ist. Für den eigenen Blog und auch für die Blogs der anderen bleibt daher im Moment leider wenig Zeit. Und der Kopf ist auch nicht wirklich frei um Blogbeiträge zu verfassen.

Mit großen Schritten gehen wir nun auf den Winter zu. Geschneit hat es hier schon zum ersten Mal. Irgendwie kann ich es noch gar nicht so wirklich fassen, dass bald schon wieder Weihnachten ist und das nächste Jahr vorbei. Derzeit steht mir der Sinn irgendwie weder nach Weihnachten noch nach Adventsvorbereitungen in irgendeiner Form. Die Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit beschäftigt meine innere Uhr immer eine ganze Zeit lang. Und so wandle ich hier meist ein bis zwei Wochen jetlagmäßig durch die Weltgeschichte.

Die Blogger die es stets schaffen dreimal in der Woche einen Artikel in ihrem Blog rauszuhauen zu veröffentlichen, bewundere ich für ihren Elan und ihre Disziplin. Zu meinem "Ich bin ich" gehört auch dazu zu stehen, dass das nicht immer wunschgemäß funktioniert. Um gelassen damit umzugehen hilft mir folgendes: Einatmen - Ausatmen (wichtige Übung aus dem Yoga um bei sich selbst zu bleiben 😌). Dafür freue ich mich total auf das nächste Bloggertreffen. Auch wenn ich dafür Mann und Hund ihrem Schicksal überlassen muss 😉. Wie gesagt: Freiheit hat stets ihren Preis....

Sind euch Struktur und Disziplin wichtig beim Bloggen?

Kommentare:

  1. Ohhh jeh, hoffentlich ist das Schicksal von Hund und Mann nicht ungewiss :) Die können das doch hoffentlich die Beiden!
    Ich freu mich ;)
    Liebe Grüße Tina

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    1. Keiner von beiden ist verhungert oder verdurstet liebe Tina. Schön wars mit euch. Liebe Grüße Ursula

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  2. Ach ja. Meine 2 lieben ihre sturmfreie Bude und die Pizza vom Italiener, wenn ich nicht da bin. LG Sunny

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    1. Dann haben die beiden das sturmfreie Wochenende bestimmt super gefunden. Verhungert oder verdurstet ist ganz sicher auch keiner 😉. LG Ursula

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  3. Liebe Ursula,
    man nennt das slow-blogging. Ein Trend, dem ich verfallen bin :-).
    Herr U. freut sich nicht weniger aufs Wochenende als ich. Ich glaube er genießt die kurze Junggesellenzeit. Ich freu mich auf Euch!
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Slow-blogging klingt gut liebe Sabine. Die beiden hier haben sich offensichtlich ein chilliges Wochenende gemacht. Die Zeit in Mannheim war ratz fatz um. Liebe Grüße Ursula

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  4. Ich bin sicher die schaffen das :))
    LG Heidi

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