Freitag, 19. August 2016

Typgerechte Frisur - Nebensache oder großes Kino?

Die Frage ist vielleicht so einfach und pauschal gar nicht zu beantworten. Solange es keinen Grund zur Beanstandung gibt.  Gerne hätte ich hier mehr Fotomaterial präsentiert um den Beitrag damit quasi visuell zu untermauern. An zu wenig Bildmaterial, gespeichert auf einer externen Festplatte, hat es wirklich nicht gelegen. Nur sind darauf entweder Landsschaftsaufnahmen, kulturelle Bauten oder andere Menschen mit enthalten. Also alles nicht zu Demonstrationszwecken hier geeignet.

Auf zwei verwendbare Fotos bin ich dann doch gestossen. Inspiriert zu dem Artikel haben mich ähnliche Themen, die andere Blogger vor einiger Zeit ins Netz gestellt haben. Das war zum einen Ines Meyrose, die einen Post zum  Thema färben oder nicht veröffentlicht hat, zum anderen Sabine Gimm, die zu ihrem Post auch alte Fotos hervor geholt hat sowie Fran, bei der es um kurze Haare ging. Im Übrigen habe ich morgen einen routinemäßigen Friseurtermin und als ich mir Gedanken über den Post gemacht habe, sind mir ein paar alte Geschichten wieder eingefallen.

Über viele davon kann ich heute lachen, bei manchen war mir just in dem Moment gar nicht zum Lachen zumute. Meine Haare sind fein, ich habe Naturwellen und ziemlich viele Wirbel auf dem Kopf. Das hat schon so manchen Friseur überfordert und über viele Jahre haben viele Friseure für das Problem eine (vermeintlich) einfache Lösung gefunden. Die da hieß: Haare ab. Denn dann gibt es kein Problem mit den Wellen oder Locken, die sowieso stets machen was sie wollen. Die Wirbel kriegt man damit zwar nicht alle in den Griff, aber das macht ja nichts. Da kann die Kundin dann zu Hause sehen, das sie alleine damit klar kommt. Auch das feine Haare ab einer bestimmten Kürze ziemlich "licht" ausschauen können, hat viele Damen und Herren der frisierenden Kunst nicht davon abgehalten, in ihrer Empfehlung tendenziell häufig einen Kurzhaarschnitt im Visier zu haben. Und damit meine ich von Stehhaaren am Oberkopf (die wegen eines Wirbels nicht wirklich lange gestanden haben) á la Gitte Haenning bis zum burschikosen Herrenschnitt fast alles.

Wenn die Haare dann mal etwas länger waren, kam auch schon mal sowas vor wie: "Die sind jetzt dann doch etwas kürzer geworden als geplant. Das macht aber nichts, die wachsen ja wieder". Aus der Haut fahren hätte ich können und einen Schreikrampf kriegen. Als wohlerzogenes Mädchen hält man dann natürlich seinen Mund (würde mir heute nicht mehr passieren). Apropos wohlerzogenes Mädchen: als solches waren die Haare lang, weil Mädchen einfach lange Haare hatten und Mama das schön fand. Jede Haarwäsche und das Gekämme waren ein Theater vom Feinsten und offen tragen durfte ich die Haare sowieso nicht. Entweder als Dutt, Zöpfe oder Pferdeschwanz. Da kam dann die Fahrt mit einer Kindergruppe in ein Ferienlager ganz recht, denn deshalb wurden die Haare auf eine alleine händelbare  Länge gekürzt.
Ich halte mich nicht für übermäßig eitel aber welch wichtige Rolle meine Haare im Hinblick auf meinen psychischen Gemütszustand haben, hat sich mir zwei Mal ganz deutlich offenbart: Das erste Mal als die Haare, wie oben beschrieben, dann doch etwas kürzer wurden als geplant. Und das zweite Mal als ein Teil der Haare wegen einer Operation am Kopf doch recht unfachmännisch entfernt wurde. Am liebsten hätte ich da monatelang das Haus nicht verlassen. Das war aber mit Job nicht möglich. Zurück zum Thema: Heute trage ich die Haare längstens auf Kinnlänge, weil die feinen Haare sonst zu sehr aushängen. Mein Friseur schneidet nicht nur einfach die Haare sondern berät mich jedesmal, erklärt mir vorab was er vorhat und warum er genau so schneidet und nicht anders. Das seine Art zu schneiden den Haaren entgegen kommt, zeigt sich alleine daran, das die Naturwelle wieder zur Naturlocke wurde. Auch damit kann ich mich inzwischen ganz gut arrangieren Meine Naturhaarfarbe ist ein dunkles Braun. Das war mir irgendwann zu langweilig und deshalb haben die Haare jetzt einen roten Schimmer. 

Die Frisur auf dem Foto ist ziemlich aktuell.





























Wie wichtig sind euch eure Haare? Tragt ihr sie lieber kurz, lang oder halblang und mit oder ohne Farbe?

Kommentare:

  1. Liebe Ursula, da bin iich ganz Deiner Meinung. Ich habe auch Naturlocken und schätze es sehr wenn der Friseur sich damit auskennt.
    Am wohlsten fühle ich mich mit einer Schulterlänge, Stufen und Pony.
    Habe ich sie viel länger, trage ich sie meist nur als
    Pferdeschwanz weil sie mich total stören.
    Wünsche ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße Tina

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank für den Kommentar liebe Tina. Im Gespräch mit meinem Friseur gestern hat sich heraus kristallisiert, das viele Kundinnen mit Naturlocken zu ihm kommen. Er schaut nach der Haarstruktur und wie die Locken fallen, denn es ist wesentlich leichter ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen, wenn man mit den Haaren arbeitet und nicht gegen sie. Bisher habe ich seinen Laden immer zufrieden verlassen. Wenn sich die Frisur an einer Stelle dann im Laufe der Zeit nicht so vorteilhaft entwickelt hat, hat er beim nächsten Besuch stets nach einer Lösung gesucht, um dies vorteilhaft zu ändern.
      Liebe Grüße und dir einen entspannten Sonntagabend Ursula

      Löschen
  2. Ich färbe ja gerade nicht, da kommt es jetzt schon sehr grau heraus. Aber in München finde ich nicht so richtig "meinen" Frisör und zuhause fehlt oft die Zeit.
    Das rot gefällt mir gut bei dir
    Liebe Grüsse Ela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank für den Kommentar liebe Ela. Als ich noch in München gearbeitet habe, war es für mich mit dem richtigen Friseur auch nicht so einfach. Einmal habe ich einen Gutschein für Vidal Sassoon gewonnen. Mit dem Ergebnis dort war ich zwar zufrieden, die Preiskategorie konnte ich auf die Dauer für einen Friseurbesuch dann doch nicht einplanen. Bei vielen anderen kam dann eben wieder die Idee mit dem "wir schneiden mal alles kurz" wieder auf. Und ganz unabhängig davon ob mir kurze Haare jetzt gestanden haben oder nicht, konnte ich mich selbst mit kurzen Haaren irgendwann nicht mehr sehen. Manchmal kommt bei mir schon auch mal der Gedanke auf, das Färben zu lassen. Da der Ansatz erst nach 6 Wochen leicht zu sehen ist, scheint der Grauanteil auch noch nicht ganz so groß zu sein. Im Betrieb bin ich im Arbeitsteam die Älteste und zur Zeit bin ich mir noch recht unsicher, ob ich das alleine durch die Farbe der Haare auch für jeden so deutlich machen möchte (mich selbst eingeschlossen) ;) Liebe Grüße
      Ursula

      Löschen
  3. Wir haben bis auf die Farbe ziemlich ähnliche Haare. Meine sind auch dünn und lockig und mit den Wirbeln hatte ich lange zu kämpfen. Eine Bob, wie Du ihn trägst, finde ich perfekt dafür. Mir gefallen beide Varienten, die glatte und die lockige. Gefärbt habe ich früher, vielmehr blondiert. Das lass ich jetzt lieber, so gut ist meine Haarqualität nicht. Wenn im Winter das blond zu mausbraun wird, bin ich versucht etwas Farbe rein zu bringen. Im letzten Jahr hat es allerdings gereicht auf ein "Blond"-Shampoo auszuweichen.
    Als Kind hätte ich gerne lange Haare gehabt, meine Mutter allerdings wollte keinen Stress mit dem Kämmen und hat sie mir immer kurz geschnitten.
    Lieben Gruß
    Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank für den Kommentar liebe Sabine. Bei mir hat es ehrlich gesagt eine ganze Weile gedauert, bis ich überhaupt irgendwie mit meinen Haaren zufrieden war. Mein jetziger Friseur ist für mich irgendwie so etwas wie ein Zauberkünstler. Dadurch das er mit der Haarstruktur und damit wie die Locken fallen arbeitet, sind aus dem zauseligen und überall hinfallenden Wellen überhaupt erst wieder Locken geworden. Es gab irgendwo ein Foto von mir als ich noch relativ klein war, auf dem ich richtige Locken hatte. Das Foto habe ich immer irgendwie für ein Fake gehalten, weil die Haare später entweder nur wellig waren oder in alle möglichen Richtungen gestanden sind. Die glatte Variante war an sich auch nicht schlecht, aber mit dem feinen Haar nach der Kopf OP nicht immer vorteilhaft, weil an der Nahtstelle weniger Haare nach gewachsen sind und ich bei dem feinen Haar beim Kämmen stets darauf achten musste, das es dort keine "Löcher" gab. Das lässt sich mit den im allgemeinen längeren Haaren bei dem Bob irgendwie einfacher regeln. Blonde Strähnen habe ich irgendwann auch mal gehabt. Den Kontrast zum dunklen Haar fand ich aber relativ schnell zu krass.

      Als Kind hätte ich meine Haare gerne in einer Länge getragen, wo sie ohne Dutt, Zöpfe oder Pferdeschwanz tragbar gewesen wären. Zum Frisieren wurde mit mir (oder meinem Kopf, je nachdem wie man es sieht) nicht gerade zimperlich umgegangen. Da wurde gezogen und mit Nadeln (für den Dutt)in den Kopf gepiekst, das jedes Haare zurecht machen für mich der Horror war. Und da ich keinen Pony hatte, weil die Haare alle eine Länge hatten, kannst du dir sicher vorstellen, wie streng das mit einem Pferdeschwanz dann aussah. Ich kann mich an ein Foto vom Schulfotograf erinnern mit Pferdeschwanz und einer Brille mit Kassengestell auf dem ich ganz schrecklich aussah. Und dieses fürchterliche Foto hin dann auch noch jahrelang an irgendeiner Wand. :(
      Als Folge davon hatten meine Jungs dann das Glück, das sie stets selbst bestimmen durften, welche Frisur sie tragen möchten.

      Haare sind, glaube ich für Frauen sowieso ein Thema mit dem viele relativ lange hadern.
      Liebe Grüße
      Ursula

      Löschen