Samstag, 20. Mai 2017

Filmtipp: Embrace - Du bist schön

Medien, Werbung und Gesellschaft geben ein Körperbild vor, nach dem wir uns selbst und andere immer wieder bewerten und auch verurteilen. Die australische Fotografin und dreifache Mutter Taryn Brumfitt wollte das nicht mehr hinnehmen. Sie postete ein ungewöhnliches Vorher/Nachher-Foto ihres fast nackten Körpers auf Facebook und löste damit einen Begeisterungssturm aus. Durch ihren Post, der über 100 Millionen Mal in den sozialen Netzwerken angesehen wurde, rückte sie das Thema Body Image in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Gleichzeitig befreite sie sich selbst von dem ungesunden Streben nach dem "perfekten" Körper. Mit ihrem Dokumentarfilm möchte Brumfitt allen, die unter den vermeintlichen Schönheitidealen leiden, einen Gegenentwurf vorstellen: EMBRACE! Taryn Brumfitt begibt sich auf eine Reise um den Globus, um herauszufinden, warum so viele Frauen ihren Körper nicht so mögen, wie er ist. Sie trifft auf Frauen, die ihre ganz eigenen Erfahrungen mit Bodyshaming und Körperwahrnehmung haben. Der Film inspiriert und verändert die Denkweise über uns und unsere Körper. Taryns Botschaft lautet: Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast! Zu den Protagonisten des Films zählt auch Nora Tschirner (KEINOHRHASEN, SMS FÜR DICH, Tatort: Weimar), die zugleich als Executive Producerin EMBRACE mitproduziert hat. (Quelle: Verleih)

Leider wird der Film nur noch vereinzelt in einigen Kinos gezeigt. Aus meiner Sicht ist diese Dokumentation auf jeden Fall für alle Frauen sehenswert. Denn ehrlich gesagt kenne ich keine Frau die nicht mit ihrem Äußeren hadert. Auch Männer sollten sich den Film anschauen, um eine Idee davon zu bekommen, was Frauen dazu antreibt ständig unzufrieden mit ihrem Körper zu sein. Ab der kommenden Woche kann der Film käuflich als DVD erworben werden. Beim nächsten Familientreffen will ich den Film unbedingt mit meiner Familie anschauen. Denn es bleibt nur zu hoffen, das die nächste Generation Mädchen und Frauen sich nicht ständig an den retuschierten Fotos von Models in Hochglanzmagazinen als gängigem Schönheitsideal orientiert.

Spielen vorgegebene Schönheitsideale eine wesentliche Rolle für euch? 


   


Kommentare:

  1. Ich war schon immer größer und damit auch breiter als meine Geschlechtsgenossinnen . Und auch oft als die Männer, für die ich mich in jungen Jahren interessiert habe.
    Und ich musste immer wieder erleben, dass man mir die kleinen zierlichen vorgezogen hat. Also musste ich eine coole "Sau" werden. Die forsch nahm was sie wollte, bevor jemand anderer aufgefordert wurde. Das elegant feminine Kleid, das passt mir weder innerlich, noch äußerlich.

    Und auch wenn ich immer wieder gehört habe, wie toll mein Hintern ist. Ich konnte mich nie mit ihm anfreunden. Ich habe mit ihm Frieden geschlossen. Aber ich hätte kein Problem, würde ich ihn irgendwo verlieren. Dummerweise sind es immer nur Schirme, die irgendwo liegen bleiben.

    LG Sunny

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    1. Schön das du inzwischen das was dich von anderen Frauen unterscheidet mit Humor nehmen kannst liebe Sunny. Als junges Mädchen in der Schule fand ich es überhaupt nicht lustig, so ziemlich als erste in der Klasse mit einer recht weiblichen Figur ausgestattet zu sein. Dadurch habe ich mich ziemlich lange eher wenig mädchenhaft benommen. Hysterisches Gekreische fand ich eher uncool und überhaupt konnte ich mit Jungs in einem eher kumpelhaften Verhältnis wesentlich mehr anfangen als mit Mädchen ;). Mein Größe und mein Hintern stören mich dabei eigentlich weniger. Die Tatsache das ich innerhalb der letzten 20 Jahre ca. 20 Kilo an Gewicht zugelegt habe allerdings manchmal schon. LG und eine angenehme Restwoche Ursula

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  2. Liebe Ursula, ich habe ja erst einen Blogpost drüber geschrieben. Ich bin im Reinen mit mir. Keine Vorbilder was den Körper betrifft. Ich war nie eine Elfe und werd nie eine werden ;) Aber ich knuddle sie ab und an, mein Kind meine Sarah. Mein Timo ist eher ein Hüne. So ist jeder wie er ist wir sind einzigartig.
    Schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Deinen Blogpost darüber muss ich mir unbedingt noch einmal durchlesen liebe Tina. Vorbilder was den Körper betrifft habe ich auch keine. Mit den 20 Kilo, die innerhalb von 20 Jahren dazu gekommen sind, kann ich mich allerdings nicht immer gleich gut arrangieren ;). Liebe Grüße und eine angenehme Restwoche Ursula

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